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Junge Frau sitzt auf dem Sofa und hält sich wegen Magen-Darm-Beschwerden den Bauch.

Was essen und trinken bei Magen-Darm-Infekt?

Was ist ein Magen-Darm-Infekt?

Person mit Bauchschmerzen, darüber eingeblendete Illustration von Magen und Darm.© istockphoto/ipopba

Ein Magen-Darm-Infekt, oft auch Magen-Darm-Grippe genannt, trifft deinen Verdauungstrakt. Meist stecken Viren dahinter. Seltener lösen Bakterien oder verdorbene Lebensmittel die Beschwerden aus. Die Symptome starten meist plötzlich. Dabei reagieren Magen und Darm oft gleichzeitig.

Zu den typischen Magen-Darm-Symptomen gehören:

plötzlich auftretende Übelkeit

  1. Erbrechen

  2. Bauchschmerzen oder Bauchkrämpfe

  3. Durchfall

  4. Fieber

  5. Appetitlosigkeit

  6. Kopfschmerzen

  7. allgemeines Schwächegefühl

Obwohl die Beschwerden oft nur wenige Tage anhalten, wird dein Körper in dieser Zeit stark belastet, da durch Erbrechen und Durchfall viel Flüssigkeit und wertvolle Mineralstoffe, sogenannte Elektrolyte, verloren gehen.

Bei Babys, kleinen Kindern, älteren Menschen, Schwangeren und immungeschwächten Personen ist bei Magen-Darm besondere Vorsicht geboten. Durch Erbrechen und Durchfall kann der Körper schnell viel Flüssigkeit und Elektrolyte verlieren. Geh zum Arzt, wenn Blut im Stuhl ist, Trinken nicht drinbleibt, hohes Fieber oder starke Bauchschmerzen dazukommen, Zeichen von Austrocknung auftreten oder es nach 2 bis 3 Tagen nicht besser wird.

Wichtig

Magen-Darm-Infekte sind oft ansteckend. Wasch dir deshalb regelmäßig die Hände und bereite für andere besser kein Essen zu, solange du Beschwerden hast.

Welche Lebensmittel sind gut bei Magen-Darm?

Schonkost mit Banane, Kartoffeln, Reis, Haferbrei, Crackern und Toast.© istockphoto/a_namenko

Wenn du bei Darmgrippe überlegst, was du essen kannst, versorge deinen Körper zunächst mit Flüssigkeit und Mineralstoffen.

Besonders gut verträglich sind vor allem zu Beginn des Infekts stilles Wasser, Kamillen- oder Fencheltee und Brühe. Nimm sie über den Tag verteilt immer wieder in kleinen Schlucken zu dir, um deinem Körper nicht zu viel auf einmal zuzumuten.

Sobald du wieder etwas Appetit hast, iss in kleinen Portionen vor allem das, was dir bekommt. Eine strenge Schonkost ist nicht nötig. Oft gut verträglich sind zum Beispiel:

  1. Reis

  2. gekochte Kartoffeln

  3. geriebener Apfel oder ungesüßtes Apfelmus

  4. Banane

  5. Zwieback

  6. Haferbrei

  7. Nudeln

  8. mildes Gemüse wie Karotten

Fettige, gebratene und stark gewürzte Speisen belasten deinen Magen dagegen zu sehr. Gleiches gilt für sehr süßes Essen. Kaffee und Alkohol sind ebenfalls tabu.

Helfen Probiotika bei Magen- Darm?

Nicht unbedingt. Probiotika gelten bei akutem Magen-Darm-Infekt nicht als Standardempfehlung. Nach überstandenem Infekt können sie die Darmflora möglicherweise beim Wiederaufbau unterstützen. Wie stark dieser Effekt ist, hängt aber vom Produkt und den enthaltenen Bakterienstämmen ab.

Probiotika

Schonkost-Plan bei Magen-Darm

Ein Schonkostplan bei Magen-Darm setzt auf leichte, milde und fettarme Lebensmittel. So entlastest du Magen und Darm. Iss lieber mehrere kleine Portionen über den Tag verteilt. Große Mahlzeiten belasten deinen Verdauungstrakt oft mehr.

Auch nach Abklingen der Beschwerden, nimmst du am besten noch einige Tage Schonkost zu dir. Achte auf die Signale deines Körpers – er wird dir zeigen, was ihm gut bekommt. Vergiss nicht, genug zum Essen zu trinken.

MahlzeitBeispiel
MorgensPorridge mit Banane
VormittagsZwieback und Tee
MittagsKartoffelpüree mit Gemüse und etwas magerem Fisch
NachmittagsApfelkompott oder Banane
AbendsLeichte Suppe oder Brühe mit etwas weichem Brot

Tipp: Trinke zum Frühstück oder Mittagessen ein Glas Wasser mit einem Teelöffel Apfelessig. Das kann die Verdauung sanft unterstützen. Nutze am besten naturtrüben Apfelessig mit Mutterhefe und trinke ihn nie pur, da die Säure Magen und Zahnschmelz reizen kann.

Helfen Salzstangen und Cola bei Magen-Darm?

Eher nein. Salzstangen und Cola sind bei Magen-Darm keine gute Lösung. Cola enthält viel Zucker und kann den Durchfall sogar schlimmer machen. Salzstangen liefern zwar etwas Salz, aber kaum die Stoffe, die dein Körper jetzt wirklich braucht. Greife lieber zu einem Mineralwasser mit hohem Mineralstoffgehalt, um deine Reserven wieder aufzufüllen.

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So kannst du Elektrolytlösung selbst herstellen

Glas mit Wasser sowie Löffel und Schale mit Elektrolytpulver.© istockphoto/Eka Jaya Permana

Bei akutem Durchfall kannst du dir kurzfristig mit einer selbst gemischten Trinklösung helfen. Fertige Rehydratations-Lösungen aus Apotheke oder Drogerie sind aber die bessere Wahl. Eine selbst gemachte Lösung ist eher eine Notlösung, wenn du gerade nichts anderes zur Hand hast.

Für 1 Liter abgepacktes oder abgekochtes Wasser brauchst du:

  1. 4 Teelöffel Zucker

  2. ¾ Teelöffel Kochsalz

  3. 1 Glas bzw. etwa 250 ml Orangensaft.

Rühre alles gut um, bis sich Zucker und Salz komplett aufgelöst haben. Der Orangensaft liefert zusätzlich Kalium und verbessert oft auch den Geschmack.

Wichtig: Trink die Lösung über den Tag verteilt in kleinen Schlucken.

Fazit: Was bei Magen-Darm wirklich wichtig ist

Bei Magen-Darm ist vor allem wichtig, den Flüssigkeitsverlust auszugleichen. Trink deshalb über den Tag verteilt regelmäßig kleine Schlucke Wasser. Mineralwasser kann dabei besonders praktisch sein, weil es nicht nur Flüssigkeit liefert, sondern auch Mineralstoffe mitbringt, die bei Infekten schnell ausgeschwemmt werden.

Sobald dein Appetit zurückkommt, iss leichte Lebensmittel, die du gut verträgst – zum Beispiel Reis, Kartoffeln, Banane oder Haferbrei. So unterstützt du deinen Körper, ohne Magen und Darm zusätzlich zu belasten.

FAQ zu Magen-Darm

Ein Magen-Darm-Infekt dauert meist nur ein paar Tage. Erbrechen lässt oft nach 1 bis 3 Tagen nach, Durchfall hält häufig etwas länger an und kann je nach Ursache auch bis etwa eine Woche dauern. Wenn es dir deutlich länger schlecht geht oder die Beschwerden stärker werden, solltest du das ärztlich abklären lassen.

Am wichtigsten sind Ruhe und genug Flüssigkeit. Trink am besten über den Tag verteilt immer wieder kleine Schlucke Wasser, Tee oder Brühe. Bei stärkerem Durchfall oder Erbrechen können orale Rehydratations-Lösungen aus Apotheke oder Drogerie helfen, weil sie Flüssigkeit und Elektrolyte ausgleichen. Wenn du kaum etwas bei dir behalten kannst oder Anzeichen von Austrocknung bemerkst, solltest du ärztlichen Rat holen.

Sobald du wieder etwas bei dir behältst und Appetit hast, iss am besten kleine Portionen von leicht verdaulichen Lebensmitteln. Gut vertragen werden oft Reis, Kartoffeln, Banane, Zwieback, Toast, Haferbrei, klare Suppe oder einfache Nudeln. Eine strenge Schonkost ist nicht zwingend nötig — wichtig ist vor allem, dass du das isst, was dir gerade bekommt. Sehr fettige, scharfe oder stark zuckerhaltige Speisen vertragen viele in dieser Phase schlechter.

Bei Kindern zählt Trinken noch mehr als Essen. Gib am besten kleine, häufige Schlucke, bei stärkerem Durchfall oder Erbrechen möglichst eine orale Rehydratationslösung. Wenn du stillst, solltest du weiterstillen. Sobald dein Kind wieder essen mag, passen oft Banane, Reis, Kartoffelbrei, Zwieback oder andere milde, leicht verdauliche Lebensmittel.

Typisch sind plötzlich einsetzender Durchfall, Übelkeit, Erbrechen sowie Bauchschmerzen oder Bauchkrämpfe. Manchmal kommen noch Fieber, Schwäche und ein allgemeines Krankheitsgefühl dazu. Häufig beginnt alles recht plötzlich und betrifft Magen und Darm gleichzeitig.

Lieber nicht. Alkohol kann den Magen zusätzlich reizen und hilft dir nicht dabei, den Flüssigkeitsverlust auszugleichen. In der akuten Phase sind Mineralwasser, Tee, Brühe oder eine Elektrolytlösung die bessere Wahl.

Quellen

  1. Flynn, T. G. & colleagues: Viral gastroenteritis; in: Lancet, 403(10429), 2024, S. 862–876. DOI: 10.1016/S0140-6736(23)02037-8.

  2. Meisenheimer, E. S. & colleagues: Acute Diarrhea in Adults; in: Am Fam Physician, 106(1), 2022, S. 72–80.

  3. Manthey, C. F. & colleagues: S2k-Leitlinie Gastrointestinale Infektionen der Deutschen Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS); in: AWMF online, Version 2.1, November 2023, 125 S., AWMF-Registernummer 021-024.

  4. Posovszky, C. & colleagues: S2k-Leitlinie akute infektiöse Gastroenteritis im Säuglings-, Kindes- und Jugendalter – Update 2024; in: AWMF online, Version 4.1, Juni 2024, 148 S., AWMF-Registernummer 068/003.

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