Trinken beim Essen: Gesund oder nicht?

Zum Thema Wasser kursieren viele Mythen. Für die wohl größte Unsicherheit sorgt das Thema Trinken beim Essen. Die einen behaupten, durch Trinken beim Essen werde man kurzzeitig satt, doch der Hunger komme schnell zurück. Außerdem werde die Magensäure durchs Trinken verdünnt, was die Verdauung beeinflussen könne. Die anderen sagen, Trinken beim Essen sei essenziell, um Nährstoffe zu spalten und die Verdauung zu unterstützen. Was davon ist wahr? Welchen Stellenwert und welchen Effekt hat das Trinken beim Essen wirklich? Und worauf solltest du achten, wenn du beim Essen trinkst?  

Drei Mythen ums Trinken beim Essen

Mythos I: Magensäure wird zu sehr verdünnt.

Man müsste schon sehr viel Wasser trinken, um die Magensäure derartig zu verdünnen. Außerdem regelt der Magen die Säurezufuhr nach Bedarf. Egal, wie viel du also trinkst, auf den pH-Wert und den Säuregehalt im Magen hat das keinen negativen Einfluss. Allerdings gilt: Süße Getränke oder Alkohol solltest du zum Essen besser weglassen. Denn beide schlagen sich wirklich auf die Magensäure nieder. Tees und Wasser hingegen sind adäquate Flüssigkeiten, die die gesunde Verdauung fördern.

Mythos II: Wasser macht satt.

Wer zu viel Wasser trinkt, der hat im Magen keinen Platz mehr fürs Essen? Stimmt so halb. Denn Trinken hilft tatsächlich dabei, schneller satt zu werden. Aber es sorgt bestimmt nicht dafür, dass das Hungergefühl ausbleibt. Dazu rutscht es zu schnell durch, und dein Magen knurrt weiter. Wasser kann aber helfen, die Nahrung besser zu verdauen und beispielsweise Ballaststoffe aufquellen zu lassen. Das vermeidet ein Überessen und unterstützt die Verdauung.

Mythos III: Kalte Getränke sind nicht gut für den Magen.

Also besser auf kaltes Wasser zum Mittag verzichten und stattdessen auf heißen Tee zurückgreifen? Unsinn. Dein Körper kann mit kalten Getränken gut umgehen, denn er ist in der Lage, die Temperaturunterschiede auszugleichen und das Wasser auf deine Körpertemperatur zu bringen. Vorsicht walten lassen solltest du nur, wenn du bemerkst, dass dein Magen empfindlich auf extreme Temperaturen reagiert.

Was trinken beim Essen? 

Natürlich ist nicht jedes Getränk in gleichem Maße empfehlenswert. Das gilt nicht nur fürs Trinken beim Essen, sondern ganz allgemein: Je mehr Zucker es enthält, desto weniger gesund ist das Getränk. Wer nicht komplett auf süße Drinks verzichten möchte, der kann in Maßen Softdrinks konsumieren. Aber bitte nicht als Hauptquelle für den Flüssigkeitshaushalt. Während des Essens gilt ähnliches: Beim Essen zu trinken, kann für die Verdauung förderlich sein. Steckt aber viel Zucker im Getränk, so ist der verdauungsfördernde Effekt dahin. Mehr noch, es kann sogar die gegenteilige Wirkung eintreten. Außerdem begünstigen süße Getränke Übergewicht, Karies und Diabetes.  

Solltest du also doch lieber zum Wasser greifen? Ja, bitte. Denn Wasser hilft dir, Nährstoffe aufzuspalten, und unterstützt deinen Körper so ganz hervorragend beim Verdauen. Natürlich solltest du es nicht übertreiben, aber gegen ein oder zwei Gläser Wasser beim Essen ist absolut nichts einzuwenden. Möchtest du lieber etwas Geschmack beim Trinken haben, kannst du auf ungesüßte Tees zurückgreifen.  

Trinken beim Essen: Fazit  

Trinken beim Essen unterstützt die Verdauung. Auch wenn viele Mythen anderes behaupten, hilft genügend Wasser dabei, Nährstoffe aufzuspalten und die Verdauung zu erleichtern. Verstopfungen wird vorgebeugt und der Sättigungseffekt tritt schneller ein. Trinken zum Essen kann dir also auch dabei helfen, weniger zu essen. Wichtig ist allerdings die Wahl des richtigen Getränks. Alkohol, Säfte oder Softdrinks gehören eher selten auf die Speisekarte. Lieber solltest du ungesüßte Tees oder Wasser trinken.  

 

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