
Flüssigkeitsmangel im Alter: Symptome, Folgen und Tipps
Trinken im Alter: Warum ist das so wichtig?
© istockphoto.com/RawpixelEssen und Trinken sind Grundbedürfnisse, über die wir uns in der Regel nicht allzu viele Gedanken machen. Wenn wir Hunger haben, essen wir; wenn wir durstig sind, trinken wir. Normalerweise signalisiert uns unser Körper genau, was er braucht. An einem stressigen Tag kann es allerdings durchaus vorkommen, dass man die Signale überhört und zu trinken vergisst.
Dann reagiert man zum Beispiel gereizt, fühlt sich müde und klagt über Kopfschmerzen. Nach einem Snack und einem Glas Wasser geht es aber gleich besser. Dass Senioren zu wenig trinken, kommt besonders häufig vor, weil der Körper das Signal „Durst“ nicht mehr eindeutig übermittelt. Dabei ist Durst ein wichtiger Mechanismus unseres Körpers, da er uns somit zeigen möchte, dass unser Flüssigkeitslevel zu niedrig ist und wir etwas trinken sollten.
Symptome und Folgen von Flüssigkeitsmangel im Alter
© istockphoto.com/MiguelAngelFloresWenn alte Menschen zu wenig trinken, macht sich ein Flüssigkeitsmangel oft zunächst durch eher unspezifische Beschwerden bemerkbar. Typische erste Warnzeichen sind:
ein trockener Mund und trockene Schleimhäute
Kopfschmerzen
Müdigkeit, Schwäche oder Erschöpfung
Schwindel oder Kreislaufprobleme
Konzentrationsschwierigkeiten
seltener Harndrang oder auffällig dunkler Urin
Bleibt der Flüssigkeitsmangel über längere Zeit bestehen, kann das weitere gesundheitliche Folgen haben. Dazu gehören:
eine verlangsamte Verdauung und Verstopfung
Verwirrtheit oder Orientierungslosigkeit
Muskelkrämpfe
ein erhöhtes Sturzrisiko
Störungen des Salz- und Mineralstoffhaushalts
eine beeinträchtigte Nierenfunktion
ein erhöhtes Thromboserisiko
In schweren Fällen kann ein ausgeprägter Flüssigkeitsmangel sogar zu einem Kreislaufversagen führen.
Ursachen von Flüssigkeitsmangel im Alter
Nicht nur der Körper entscheidet, wie viel du trinkst. Auch der Alltag spielt eine große Rolle. Diese Faktoren sorgen schnell dafür, dass die Trinkmenge nicht ausreicht:
Getränke stehen nicht sichtbar oder griffbereit.
Gläser, Flaschen oder Becher machen das Trinken schwer.
Flaschen öffnen oder Getränke einschenken fällt schwer.
Geschmack, Temperatur oder Auswahl passen nicht.
Im Alltag fehlt Unterstützung beim Trinken.
Eine neue Umgebung bringt gewohnten Trinkzeiten durcheinander, zum Beispiel nach einem Umzug oder im Krankenhaus.
Wie hoch ist der Flüssigkeitsbedarf im Alter?
Durchschnittlich besteht der Organismus bei Frauen zu 50 Prozent und bei Männern zu 60 Prozent aus Wasser – das entspricht mehr als der Hälfte des gesamten Körpergewichts. Das Wasser übernimmt verschiedene Funktionen im Körper: Es
ist wichtiger Zellbestandteil,
transportiert Nährstoffe und Abbauprodukte des Stoffwechsels,
nimmt an biochemischen Prozessen teil,
unterstützt die Verdauung und
hilft, die Körpertemperatur zu regulieren.
Ein beträchtlicher Teil des Wassers geht im Tagesverlauf zum Beispiel durch Ausscheidungen, Schwitzen, Atmung und Tränenflüssigkeit verloren. Beträgt der Verlust mehr als 0,5 Prozent des Körpergewichts, meldet sich der Durst.
Zu wenig trinken im Alter kann schwerwiegende Folgen haben, da der Wassergehalt im Körper bei älteren Menschen auf rund 45 bis 50 Prozent sinkt. Ein Flüssigkeitsmangel macht sich also noch schneller bemerkbar.
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) rät älteren Menschen, rund 1,5 Liter Flüssigkeit am Tag zu sich zu nehmen – an heißen Tagen noch mehr. Diese Menge sollte zusätzlich zu den Mahlzeiten aufgenommen werden und vorzugsweise aus ungesüßten, nicht alkoholischen Getränken bestehen. Auch Kaffee, der zusätzlich harntreibend wirkt, ist kein Ersatz für Wasser und Co.
Trinken bei Hitze und sportlicher Betätigung
Ganz besonders wichtig ist es aber auch bei Hitze und sportlicher Betätigung wie zum Beispiel beim E-Bike fahren, den Flüssigkeitsbedarf ausreichend zu decken.
Flüssigkeitsmangel vorbeugen mit diesen Getränken
Wasser eignet sich am besten dazu, den Flüssigkeitshaushalt im Körper ausgeglichen zu halten. Mit einem mineralisierten Wasser wie Gerolsteiner Medium nimmst du zusätzlich wichtige Mineralstoffe wie Calcium, Magnesium und Hydrogencarbonat in einem ausgewogenen Verhältnis zu dir.
Möglichst ungesüßte Kräuter- und Früchtetees bringen Abwechslung in deine tägliche Flüssigkeitsaufnahme. Einige Tees schmecken auch gut gekühlt als Eistee hervorragend, besonders wenn du noch eine Scheibe Zitrone oder ein Blättchen Pfefferminze hinzugibst.
Wer auf süße Getränke nicht gänzlich verzichten möchte, kann auch mal zu einer fruchtigen Saftschorle greifen. Am besten eignet sich eine Mischung aus Saft und Mineralwasser im Verhältnis 1:3. Das schmeckt noch immer schön fruchtig, hat aber vergleichsweise wenig Zucker.
Ausreichend trinken im Alter: Tipps gegen Flüssigkeitsmangel
© iStock/Liudmila ChernetskaAm Morgen bereits die Trinkration für den Tag bereitstellen.
Nach dem Aufstehen direkt ein Glas Mineralwasser zu sich nehmen.
Getränke immer in Sicht- und Reichweite platzieren.
Abwechslung ins Getränkeangebot bringen.
Feste Trinkzeiten einhalten (besonders wichtig bei Demenzkranken).
Dein Mineralwasser mit natürlichen Zutaten aufpeppen.
Mit unserer TrinkCheck-App ganz einfach erinnern lassen
Trinken vergessen war gestern! Mit der Gerolsteiner TrinkCheck-App kann schnell und unkompliziert eine Trinkroutine aufgebaut werden. Sie errechnet deinen individuellen Tagesbedarf und sorgt durch gezielte Trink-Erinnerungen für den Ausgleich deines täglichen Flüssigkeitsbedarfs.
Senioren zum Trinken animieren: Tipps für Angehörige und Pfleger
© istockphoto.com/HalfpointBei Menschen mit Demenz ist es von großer Bedeutung zum Trinken zu motivieren, aber auch generell ist es wichtig, die Flüssigkeitsaufnahme älterer Menschen – besonders bei Pflegebedürftigen – im Blick zu behalten. Unter anderem können folgende Tipps zu regelmäßigerem Trinken beitragen:
Mit speziellen Trinkgefäßen das Trinken erleichtern.
Farbige Getränke und Becher können den Spaß am Trinken fördern.
Trinkprotokolle liefern einen Überblick und erinnern Betroffene ans regelmäßige Trinken.
Wasserreiche Lebensmittel wie Obst und Gemüse, Suppen oder Eintöpfe tragen zusätzlich zur Flüssigkeitsversorgung bei.
Fazit: Flüssigkeitsmangel im Alter vorbeugen
Im Alter lässt das Durstgefühl oft nach. Trinke deshalb regelmäßig und stelle Getränke gut sichtbar und griffbereit auf. Greife am besten zu Wasser, Mineralwasser oder ungesüßten Tees und verteile deine Getränke gleichmäßig über den Tag. So kannst du einem Flüssigkeitsmangel und seinen Folgen vorbeugen.
FAQ
Biete über den Tag verteilt immer wieder kleine Mengen an und probiere verschiedene Getränke, Temperaturen und Trinkgefäße aus. Auch feste Trinkzeiten zu den Mahlzeiten oder als Teil täglicher Routinen können helfen.
Als Richtwert gelten etwa 1,5 Liter Flüssigkeit pro Tag. Bei Hitze, Fieber oder körperlicher Aktivität kann der Flüssigkeitsbedarf steigen.
Achte auf trockene Schleimhäute, Kopfschmerzen, Schwindel, Schwäche oder auffällig dunklen Urin. Bei stärkerem Flüssigkeitsmangel können auch Verwirrtheit oder Kreislaufprobleme auftreten.
Wasser und Mineralwasser bilden eine gute Basis. Ungesüßte Kräuter- und Früchtetees sowie stark verdünnte Saftschorlen sorgen für Abwechslung.
Starke Benommenheit, Krämpfe oder Kreislaufversagen sind deutliche Warnzeichen. In solchen Fällen sollte schnell medizinische Hilfe geholt werden.
Ja. Sehr große Flüssigkeitsmengen können den Salzhaushalt des Körpers stören. Bei Herz- oder Nierenerkrankungen sollte die ärztlich empfohlene Trinkmenge eingehalten werden.
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