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Junge Frau stillt ihren Durst mit einem Glas Wasser

Durst: Entstehung, Ursachen & Tipps

Warum haben wir Durst?

Es fühlt sich vielleicht nicht so an, aber wenn du Durst verspürst, möchte dein Körper dir etwas Gutes tun. Er zeigt dir so nämlich an, dass dein Flüssigkeitslevel zu niedrig ist. Da wir unser Leben lang automatisch über den Urin, Schweiß und die Luft beim Ausatmen Wasser abgeben, ist Durst eine hervorragende Erfindung der Natur, um uns daran zu erinnern, den Verlust auszugleichen.

Ein konstantes Flüssigkeitslevel ist wichtig, damit das Blut seine Fließfähigkeit behält und Zellen und Organe ohne Komplikationen arbeiten können. Trinken wir nicht genug, bekommen wir zudem schnell Kopfschmerzen und Konzentrationsbeschwerden nehmen zu.

Was hilft gegen Durst?

Pures Wasser zu trinken ist die beste Art, Durst zu löschen. Wenn du dich für Mineralwasser entscheidest, tust du deinem Körper durch die enthaltenen Mineralstoffe zusätzlich etwas Gutes. Kaffee, gezuckerte Fruchtsäfte und Limonaden sind beim ersten Schluck vielleicht erfrischend, allerdings nicht geeignet, um den Wasserhaushalt ins Gleichgewicht zu bringen. Diese Getränke enthalten Stoffe, die abgebaut werden müssen, was den Körper noch mehr Flüssigkeit kosten kann.

Durst vorbeugen

Verspürst du Durst, signalisiert der Körper dadurch einen Wassermangel. Um diesem vorzubeugen, ist eine Trinkroutine sinnvoll, die du dir mit verschiedenen Wasserarten, ungesüßten Kräuter- und Früchtetees, Infused Water und Schorlen schmackhaft machen kannst.

Diese Gewohnheiten helfen dir zusätzlich:

  1. Trink direkt nach dem Aufstehen ein Glas Wasser.

  2. Stell dir zu jeder Mahlzeit ein Getränk bereit.

  3. Plane während der Arbeit feste Trinkpausen ein.

  4. Platziere deine Trinkflasche gut sichtbar.

  5. Sorge mit ungesüßtem Tee oder Wasser mit Früchten für Abwechslung.

  6. Nutze Erinnerungen auf deinem Smartphone.

Auch unsere Gerolsteiner TrinkCheck App kann dir dabei helfen, öfter zu trinken und deinen Wasserhaushalt im Blick zu haben. Tracke ganz einfach deine getrunkenen Getränke und aktiviere auf Wunsch Trinkerinnerungen.

Wann entsteht ein starkes Durstgefühl

Zwei Jogger mit Trinkflasche pausieren bei Sonnenuntergang© istock.com/DisobeyArt

Das Entstehen von Durst kann von vielen Faktoren abhängig sein kann. Wie viel du dich bewegst, welche Temperaturen gerade herrschen, wie es dir körperlich geht und wie alt du bist – all das kann Einfluss darauf haben, wann du durstig wirst, und damit, wie viel Wasser am Tag du trinken solltest.

Im Körper läuft das Verspüren von Durst folgendermaßen ab: Im Durstzentrum unseres Gehirns sitzen spezielle Neuronen, die ständig Signale aus verschiedenen Regionen des Körpers erhalten. Zum Beispiel darüber, wie hoch die Wasser-Konzentration im Blut ist, wie hoch der Salzgehalt verspeister Nahrung ist oder wann zuletzt Flüssigkeit die Kehle passiert hat.

Eine entsprechende Auswertung dieser vielen einzelnen Faktoren sorgt dann dafür, dass die Durst-Neuronen Alarm schlagen und wir Durst verspüren oder eben nicht.

Warum sind wir abends durstig?

Frau ist abends durstig und greift im Bett nach einem Glas Wasser auf dem Nachttisch.© istockphoto.com/PixelsEffect

Bei manchen Menschen tritt Durst besonders in der Nacht oder am Abend auf. Wenn gesundheitliche Gründe ausgeschlossen werden können, ist zumeist eine der beiden folgenden Ursachen dafür verantwortlich:

  1. Über den Tag hinweg wurde nicht genug getrunken.

  2. Es wurden besonders salzige Speisen konsumiert.

Ebenso wie Hunger und das Bedürfnis nach Schlaf kannst du an stressigen Tagen auch mal das Durstgefühl unterdrücken. Kommst du dann abends langsam zur Ruhe, meldet es sich dafür mit doppelter Intensität. Damit es dazu nicht kommt, lohnt es sich, eine Trinkroutine zu entwickeln und dir anzugewöhnen, zu bestimmten Zeiten am Tag regelmäßig zum Wasserglas zu greifen.

Tritt der Durst vor allem in der Nacht auf, ist es ebenfalls ratsam, das eigene Trinkverhalten am Tag genauer zu beobachten. Als erste Maßnahme ist es sinnvoll, ein Glas Wasser neben dem Bett stehen zu haben. Leerst du dieses nicht in der Nacht, kannst du dir mit einem großen Schluck Wasser am Morgen gleich zu Beginn des neuen Tages etwas Gutes tun.

Warum haben wir nach dem Sport besonders viel Durst?

Beim Training verliert dein Körper viel Flüssigkeit. Dahinter stecken mehrere Faktoren:

  1. Körperwärme: Je intensiver du trainierst, desto mehr Wärme entsteht in deinem Körper.

  2. Schwitzen: Um die Temperatur zu regulieren, produziert dein Körper Schweiß – sein wichtigster Kühlmechanismus.

  3. Wasser- und Mineralstoffverlust: Mit dem Schweiß verlierst du nicht nur Wasser, sondern auch Elektrolyte wie Natrium, Kalium und Magnesium.

  4. Hohe Außentemperaturen: An heißen Tagen schwitzt du deutlich mehr – der Flüssigkeitsverlust steigt entsprechend.

Deshalb ist dein Durst nach einem anstrengenden Training oder bei Hitze besonders groß. Dein Körper zeigt dir damit, dass er neue Flüssigkeit braucht.

Warum Durst nach Alkoholkonsum

Nachdem du Alkohol getrunken hast, meldet sich der Durst oft besonders deutlich und das hat mehrere Gründe:

  1. Erhöhte Urinausscheidung: Deine Nieren leiten mehr Wasser aus dem Körper, als du mit dem alkoholischen Getränk zu dir nimmst.

  2. Mineralstoffverlust: Mit der Flüssigkeit gehen auch Elektrolyte wie Natrium, Kalium und Magnesium verloren.

  3. Abbau in der Leber: Der Körper benötigt Wasser, um Alkohol zu verstoffwechseln und das zehrt zusätzlich am Flüssigkeitshaushalt.

Der Durst am nächsten Morgen ist also ein deutliches Signal deines Körpers, dass ihm Flüssigkeit fehlt. Ein Zwischenwasser zwischen den alkoholischen Getränken und ein weiteres vor dem Schlafengehen helfen dabei, den Verlust auszugleichen.

Kein Durst? Ursachen & Gründe

Kein Durst bedeutet nicht automatisch, dass dein Körper ausreichend versorgt ist. Oft wird das Signal nur schwächer gesendet oder im Alltag überhört.

  1. Alter: Ab etwa 60 Jahren reagiert das Durstzentrum weniger empfindlich.

  2. Stress: An vollen Tagen unterdrückst du Durst genauso wie Hunger.

  3. Medikamente und Erkrankungen: Auch sie können das Durstempfinden dämpfen.

  4. Achte deshalb auf andere Hinweise wie dunklen Urin, trockene Lippen oder Kopfschmerzen.

Fazit: Durst: ein wichtiges Signal deines Körpers

Dein Durstgefühl zeigt dir, dass dein Körper neue Flüssigkeit braucht. Regelmäßiges Trinken unterstützt deinen Kreislauf, deine Konzentration und die Arbeit deiner Organe. Greife dabei vor allem zu Mineralwasser oder ungesüßten Tees und verteile deine Getränke gleichmäßig über den Tag. Eine gut sichtbare Trinkflasche, feste Trinkpausen und ein Glas Wasser zu jeder Mahlzeit erleichtern dir eine verlässliche Trinkroutine. Tritt dein Durst dauerhaft, ungewöhnlich stark oder zusammen mit weiteren Beschwerden auf, lass die Ursache ärztlich abklären.

FAQ

Durst macht sich meist durch einen trockenen Mund, trockene Lippen und ein deutliches Verlangen nach einem Getränk bemerkbar. Bei stärkerem Flüssigkeitsmangel können auch Kopfschmerzen, Müdigkeit oder Schwindel auftreten.

Manche Menschen nehmen ihr Durstgefühl nur schwach wahr. Deshalb solltest du auch ohne starken Durst regelmäßig trinken, besonders bei Hitze, Sport oder im höheren Alter. Trink-Erinnerungen wie die der Gerolsteiner TrinkCheck App können dir dabei helfen.

Durst nach Sport, Hitze oder salzigem Essen ist normal. Ist dein Durst jedoch dauerhaft sehr stark oder tritt er zusammen mit häufigem Wasserlassen auf, solltest du die Ursache ärztlich abklären lassen.

Durstig machen dich vor allem Schwitzen beim Sport, Hitze, salzige oder scharfe Speisen, Alkohol und Kaffee. Auch trockene Heizungsluft, Fieber und einige Medikamente entziehen deinem Körper Flüssigkeit. Sinkt dein Flüssigkeitslevel, meldet das Durstzentrum im Gehirn den Mangel.

Nach salzigem Essen hilft dir vor allem Wasser. Trink am besten langsam und regelmäßig, damit dein Körper den erhöhten Salzgehalt wieder ausgleichen kann.

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Den Mythen auf den Grund gehen

Quellen

  1. D’Acierno, M. & Fenton, R. A. et al.: The biology of water homeostasis; in: Nephrology Dialysis Transplantation, 40(4), 2025, S. 632–640.

  2. Bichet, D. G.: Regulation of Thirst and Vasopressin Release; in: Annual Review of Physiology, 81, 2019, S. 359–373.

  3. McDermott, B. P. & Anderson, S. A. et al.: National Athletic Trainers’ Association Position Statement: Fluid Replacement for the Physically Active; in: Journal of Athletic Training, 52(9), 2017, S. 877–895.

  4. Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V.: Wasser – Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr; DGE, Stand der Ableitung: 2000.

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