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Blick auf ein Tal in der Eifel, darin ein See. Die Sonne geht auf

Unser Klimamanagement

Das Wichtigste im Überblick:

  1. Gerolsteiner berechnet seit 2019 seine Klimabilanz auf Basis des Greenhouse Gas Protocol Standards.

  2. Der Mineralbrunnen bekennt sich zum 1,5-Grad-Ziel der internationalen Klimapolitik und verfolgt das Ziel, in allen relevanten Bereichen klimarelevante Emissionen zu reduzieren.

  3. Am Standort (Scope 1 und 2) ist es Gerolsteiner 2024 erstmals gelungen, ein wissenschaftlich basiertes Klimaziel für den 1,5-Grad-Pfad zu erreichen, indem mehr als 60 % der Emissionen gegenüber 2016 reduziert wurden.

  4. Nun setzt das Unternehmen seinen eingeschlagenen Weg konsequent fort und verfolgt ein weiteres Reduktionsziel entlang der gesamten Wertschöpfungskette (Scope 1, 2 und 3) bis 2030, das sich ebenfalls am 1,5-Grad-Pfad orientiert.

Emissionen am Standort senken

Seit 2019 berechnen wir unsere Klimabilanz mit dem ifeu (Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg GmbH) auf Basis des Greenhouse Gas Protocol Standard rückwirkend bis zum Jahr 2016. Ca. 10 % unserer Emissionen entstehen an unserem Standort und fallen unter Scope 1 und 2. Hier geht es um Brennstoffe wie Erdgas, Heizöl und Diesel, die bei uns in Produktion und Logistik eingesetzt werden. Außerdem wird der genutzte Strom in der Verwaltung und Produktion einbezogen.

Durch viele kleine und große Stellschrauben in unserem Energiemanagement, u.a. durch Energieeinsparungen und den Einsatz von Ökostrom, ist es uns 2024 bereits gelungen, ein auf den 1,5-Grad-Pfad ausgerichtetes wissenschaftsbasiertes Klimaziel am Standort (Scope 1 und 2) zu erreichen. Im Vergleich zum Basisjahr 2016 wurden 2024 die Emissionen am Standort um über 60 % reduziert (Stand: Klimabilanz 2024). Diesen Weg haben wir 2025 fortgesetzt und mittlerweile eine Reduktion von über 67 % gegenüber 2016 erzielt.

Das Erreichen unseres bisherigen Klimaziels markiert keinen Endpunkt, sondern einen wichtigen Meilenstein. Um diesen Weg konsequent fortzuführen, haben wir unser Basisjahr auf 2025 aktualisiert und den Zielpfad bis 2030 entsprechend fortgeschrieben. Dieser sieht eine Reduktion der Emissionen in Scope 1 und 2 um 22,6 % gegenüber 2025 vor und orientiert sich weiterhin am 1,5-Grad-Ziel des Pariser Klimaabkommens.

Dabei setzt Gerolsteiner auf konkrete Maßnahmen am eigenen Standort, etwa den Bau eines Biomasse-Heizkraftwerks sowie die weitere Umstellung des Fuhrparks, um Emissionen in Scope 1 und 2 zu reduzieren.

Eine unabhängige Prüfung durch das Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg gGmbH (ifeu) bestätigt, dass die gesetzten Ziele wissenschaftlich korrekt abgeleitet wurden und die geplanten Maßnahmen geeignet sind, diese Ziele zu erreichen:

Emissionen entlang der Lieferkette

Die restlichen rund 90 Prozent unserer Emissionen entstehen durch vor- und nachgelagerte Prozesse entlang unserer Wertschöpfungskette und fallen unter Scope 3. Die größten Treiber sind die eingekauften Produkte wie Rohstoffe und Verpackungen sowie die vor- und nachgelagerten Transporte. Bei der Reduktion dieser Emissionen sind wir auf die Entwicklung von Technologien sowie die Zusammenarbeit mit unseren Stakeholdern angewiesen.

Auch in diesem Bereich richten wir unsere Maßnahmen am 1,5-Grad-Ziel des Pariser Klimaabkommens aus und verfolgen bis 2030 das Ziel, unsere Emissionen in Scope 3 im Vergleich zum Basisjahr 2025 um 22,6% zu senken.

Um dieses Ziel zu erreichen und die Emissionen entlang der Wertschöpfungskette (Scope 3) zu reduzieren, wurde ein umfassender Transformationsplan entwickelt. Wichtige Hebel sind hier u.a. der steigende Rezyklatanteil in PET-Flaschen, der Umbau der Glasschmelzwannen bei den Lieferanten auf hybriden Betrieb, die Verpflichtung der Lieferanten zu Ökostrom, der Einsatz von LKWs mit Biotreibstoffen oder elektrischem Antrieb, sowie ein erhöhter Rezyklateinsatz in den sonstigen Kunststoffverpackungen. Parallel wirken Entwicklungen, die nicht aktiv von Gerolsteiner gesteuert werden wie die Dekarbonisierung des allgemeinen Strommixes in den Vorketten, der Markthochlauf elektrischer Fahrzeuge und die ab 2030 verbindlichen Rezyklatquoten der Verpackungsverordnung.

Die geplanten Emissionsminderungen beruhen in allen Bereichen auf tatsächlichen Einsparungen und nicht auf Kompensationsmaßnahmen.

Eine unabhängige Prüfung durch das Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg gGmbH (ifeu) bestätigt, dass die gesetzten Ziele wissenschaftlich korrekt abgeleitet wurden und die geplanten Maßnahmen geeignet sind, diese Ziele zu erreichen:

Klimabilanz – Emissionen in Scope 1, 2 und 3

Entwicklung der CO2e-Emissionen im Vergleich zu 2016

JahrGesamtemissionenScope 1 & 2 seit 2016Scope 3 seit 2016
2025- 21 %- 67,7 %- 9,5 %

Bereits im Rahmen des Kyoto-Protokolls wurden 2005 erstmals verbindliche Zielwerte für den Ausstoß von Treibhausgasen in den Industrieländern festgelegt. Treibhausgase sind die hauptsächliche Ursache der globalen Erwärmung. 2015 wurde diese Vereinbarung vom sogenannten Paris-Abkommen abgelöst. Dieses Abkommen verpflichtet gleichermaßen die Industrie-, Entwicklungs- und Schwellenländer zum Kampf gegen die Erderwärmung. Es beinhaltet die Verpflichtung, die durchschnittliche globale Erderwärmung bis zum Ende des Jahrhunderts gegenüber der vorindustriellen Zeit auf deutlich unter 2 °C zu begrenzen. 2021, auf der Weltklimakonferenz in Glasgow, hoben die Vertragsstaaten hervor, dass es noch mehr nationale Bemühungen in diesem Jahrzehnt geben muss, um die Erderwärmung auf 1,5 Grad Celsius zu begrenzen. Erstmals einigten sich die Staaten u. a. auf einen Abbau der Kohleverbrennung, die Nachbesserung von Klimazielen und ihre Überprüfung nach einheitlichen Standards.

Mit dem Pariser Klimaschutzübereinkommen haben die 196 unterzeichnenden Staaten erstmals rechtsverbindlich vereinbart, den Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur auf deutlich unter 2 Grad Celsius gegenüber vorindustrieller Zeit zu halten. Zusätzlich sollten – wie auf der Weltklimakonferenz in Glasgow bestätigt – Anstrengungen unternommen werden, um den Temperaturanstieg möglichst auf 1,5 °C zu begrenzen. Grundlage dieser Entscheidung sind wissenschaftliche Erkenntnisse über wahrscheinliche Folgen der globalen Erwärmung. Der Weltklimarat „Intergovernmental Panel on Climate Change“ (IPCC) empfiehlt, dringend auf das 1,5-Grad-Ziel zuzuarbeiten: So könnte im Vergleich zu einer Erwärmung um 2 Grad die Häufigkeit von Hitzesommern nur knapp halb so stark steigen, der Anstieg der Meeresspiegel würde deutlich gedämpft und es wären „nur" 70 Prozent der Korallenriffe im Vergleich zu 99 Prozent vom Absterben bedroht. Selbst wenn wir dieses Ziel erfüllen, hat der Klimawandel also immer noch weitreichende Folgen.

Basis der Klimastrategie eines Unternehmens ist die Ermittlung der Unternehmensklimabilanz: Dabei wird errechnet, welche CO2-Emissionen ein Unternehmen jährlich ausstößt. Den Standard zur Berechnung legt dabei das sogenannte Greenhouse Gas Protocol fest

Es werden verschiedene Bereiche erfasst:

  1. Scope 1: umfasst alle direkten Emissionen am Standort (eigene Verbrennung von Brennstoffen sowie für Fuhrpark). Darunter fallen Erdgas, Benzin, Diesel, LPG, Flüssiggas und Autogas.

  2. Scope 2: beinhaltet indirekte Emissionen am Standort. Darunter fällt der eingekaufte Strom.

  3. Scope 3: umfasst Emissionen der vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette. Darunter fallen bei uns u.a. eingekaufte Materialien und Güter (Flaschen, Verschlüsse, Etiketten, Kisten, Paletten, Zucker, Konzentrat, Kohlensäure, Reinigungsmittel etc.), Transporte (Inland, Export, Rückführung Mehrweg), Flugreisen, das Pendeln der Mitarbeitenden, Produktionsabfälle, Abwasser und das Recycling sowie die Entsorgung verkaufter Produkte.

Ein E-Stapler in der Verladung von Gerolsteiner

Umwelt- und Klimaschutz

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Mann im Wald mit riesigen alten Bäumen

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Umwelt und Klima sind wichtige Bereiche der Gerolsteiner Nachhaltigkeitsstrategie. Darunter fallen Aktivitäten in den Bereichen Klima- und Energiemanagement, Verpackungen und Kreisläufe sowie Transporte.

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