Tag 3

Mittwoch / 10.6.2015

Mel. Buml
gourmetguerilla.de

Ein Hoch auf das Mittagessen...

...und 8 Tipps, wie es auch am Arbeitsplatz demnächst ein echtes Highlight wird.

Hattest Du heute schon ein tolles Mittagessen? Hast Du mit netten Menschen an einem Tisch gesessen, eine entspannte Auszeit genossen, leckere Dinge gegessen, Dich erfüllt, satt und bereit für den Rest des Tages gefühlt? Wenn ja: wow, du Glückpilz! Wenn nein: keine Sorge. Du bist in bester Gesellschaft. Für die meisten Menschen ist es heute nämlich ziemlich schwierig geworden, das Mittagessen so in ihrem Tagesablauf unterzubringen, dass es ein schönes Erlebnis ist.

Eingebunden in Arbeitsstrukturen, Zeitpläne, Notwendigkeiten und Vorgaben ist das Mittagessen für uns häufig zur genussfreien Routine geworden. Wir essen in vorgegebenen Pausenzeiten, ohne richtig Hunger zu haben. Wir essen, was wir auf die Schnelle in der Nähe unseres Arbeitsplatzes ergattern können. Oder essen gar nicht, weil wir stattdessen unbedingt Dinge erledigen müssen. Und wer dann nachmittags noch nie mit Heißhunger über die Naschibox hergefallen ist, der werfe hier und jetzt einen Schokorieg… ähhh … den ersten Stein. Ja, ich weiß – es ist kompliziert.

In letzter Zeit scheinen allerdings immer weniger Menschen Lust auf mieses Mittagessen zu haben, denn es tauchen immer mehr spannende, neue Ideen dazu auf. Die Wienerin Eschi Fiege bietet zum Beispiel für Freunde und für Freunde von Freunden einen privaten Mittagstisch an. In ihrer Altbauwohnung in der Innenstadt deckt sie liebevoll den großen Tisch, während auf Ihrem Herd leckere vegetarische Speisen vor sich hin köcheln. Wenn das Essen dann fertig ist, hängt sie als Zeichen ein kariertes Geschirrtuch auf den Balkon. Zwischen vier und 20 Personen kommen jeden Mittag und bleiben in Eschis gemütlicher Wohnung oft auch viel länger, als sie eigentlich geplant hatten.

Auch die Nahversorgung von hungrigen Büroleuten ist neuerdings ziemlich mobil auf dem Vormarsch: Food-Trucks liefern frisch zubereitete Burger, Sandwiches mit selbstgeräucherter Pastrami, vegane Currywurst mit Süßkartoffelpommes und Trüffelmayo, vegetarische Köstlichkeiten und spannende Salate direkt vor die Tür. Die neuen fahrbaren Imbisse setzen dabei oft auf Hausgemachtes aus regionaler Produktion oder mit Bio-Siegel. Du hast noch keinen Food-Truck bei Dir in der Nähe entdeckt? Dann schau Dich bei Gelegenheit auf Facebook um – die meisten geben dort regelmäßig ihre Standorte bekannt.

Wer – so wie ich – zufällig nicht in Wien wohnt und dessen Arbeitsplatz auch noch nicht von einem der hippen Food-Trucks entdeckt wurde, kann sein Mittagsglück auch ganz einfach selbst in die Hand nehmen. Selbstgekochte, frische und aromatische Gerichte mit viel Gemüse sind am besten geeignet, denn sie sind günstig, machen satt, zufrieden und spenden viel Energie. Mit ein paar Tipps und einem Hauch von Planung schaffen das garantiert auch Kochmuffel:

1. Mach es Dir lecker.

Wenn andere es Dir nicht lecker machen, musst Du Dich selbst darum kümmern. Trau Dich, nach Deinen eigenen Vorstellungen zu essen. Bring Dir Dein selbst zubereitetes oder zusammengestelltes Essen einfach selber mit – auch wenn die Kollegen wie immer in die miefige Kantine schlappen oder zum vierten Mal in der Woche pappige Pizza bestellen wollen. Du hast es in der Hand.

2. Höre auf Deinen Magen.

Wenn Du die Möglichkeit hast, die Zeit für Dein Mittagessen selbst zu bestimmen, dann solltest Du diese unbedingt nutzen. Höre lieber auf Dein Hungergefühl und den Bedarf Deines Magens, als immer zur gleichen Zeit eine von anderen portionierte Menge Essen zu Dir zu nehmen. Das verhindert nicht nur, dass Du regelmäßig zu große Portionen isst. Du kannst auch dein Leistungsniveau über den Tag besser einsetzen.

3. Ganz oder gar nicht kommt nicht in die Tüte!

Nimm Dir nicht zu viel auf einmal vor – das führt unweigerlich zu Frustrationen. Fang einfach an ein oder zwei Tagen in der Woche an, Dich um Dein Mittagessen zu kümmern. Vielleicht ist es für Dich am einfachsten, wenn Du am Wochenende etwas vorbereitest. Lass Dich auf keinen Fall entmutigen, wenn Du es doch mal nicht schaffst. Mach einfach in der nächsten Woche weiter. Das ganze soll Spaß machen und nicht in Stress ausarten. Es lohnt sich!

4. Vorbereitung ist die halbe Miete. Immer.

Am besten startest Du für Deine neue Mittagspause mit einfachen Gerichten, die sich ohne viel Zeitaufwand in einer größeren Portion zubereiten und ein paar Tage in Kühlschrank lagern lassen. Gemüse ist dabei eine fantastische Grundlage, da es günstig und in jedem Supermarkt verfügbar ist. Kaufe haltbare Gemüse wie Paprika, Tomaten, Gurken, Kartoffeln, Zwiebeln auf Vorrat. Mit Gewürzen, Nüssen, Nudeln, Reis, Linsen, Tofu oder etwas Fleisch kannst Du dann spontan schnelle Varianten für leckere Mittagsgerichte und - suppen zaubern. Limetten und Zitronen sorgen übrigens fast in jedem Gericht für einen tollen Frischekick.

5. Du sollst nicht tropfen. Echt nicht.

Jeder, der schon mal mit einem halben Liter Suppe oder öliges Salatdressing auf dem Mantel oder auf dem Autositz zu tun hatte, weiß, wie wichtig die richtigen Transpostbehälter sind. Die Investition in ein oder zwei wasserdicht schließende und unzerbrechliche Behälter lohnt sich sehr. Neben den modernen Henkelmännern gibt es inzwischen auch sehr hübsche mehrteilige oder unterteilte Behälter, in denen sich Suppen, Sandwiches, Salate, Dressings und warme Speisen umweltfreundlich, sicher und praktisch transportieren lassen. Wer das ganze erst einmal unverbindlich ausprobieren will, kann natürlich auch mit einem Schraubglas mit Twist-Off-Deckel starten.

6. Mach es Dir schön.

Die Sinne essen mit. Auch mittags. Selbst das leckerste Essen verliert so ziemlich alles, wenn es mit Blick auf einen Monitor aus einer unattraktiven Styropor-Verpackung mit einer Plastik-Gabel gegessen wird. Wenn Geschirr und ein Geschirrspüler vorhanden sind, kann man sich auch mittags durchaus einen richtigen Teller gönnen. Gibt es die Möglichkeit nicht, sorgen farbenfrohe, appetitliche Transportbehälter oder Bento-Boxen für ein gutes Gefühl. Und wie wäre es mit einer knallbunten Lieblings-Serviette dazu? Auch wenn es schwer ist, sich vom Computer mit Facebook und Co zu trennen – bei schönem Wetter kann man wunderbar auf einer Parkbank oder einer Grünanlage in der Nähe essen und an der frischen Luft entspannen.

7. Schmiede Mittagsallianzen.

Keine Frage – in Gesellschaft schmeckt alles besser. Vielleicht haben ein paar Kollegen auch Lust auf eine etwas andere Mittagspause? Der Aufwand lässt sich z.B. ganz wunderbar reduzieren, wenn man sich tageweise mit dem Kochen abwechselt und die Kollegen sich so gegenseitig mitversorgen. Ehe man sich versieht, hat man plötzlich an jedem Mittag in der Woche ein leckeres, selbstgekochtes Essen auf dem Tisch. Und muss selber nur ein Mal ran.

8. Essen will schwimmen.

Über das Essen sollte man vor allem eines nicht vergessen: das Trinken. Gerade in Bürosituationen mit Klimaanlagen oder in Großraumbüros braucht der Körper jede Menge Flüssigkeit. Dabei sollte man unbedingt darauf achten, kalorienreiche Drinks wie Säfte, Soft- und Energydrinks bewusst zu sich zu nehmen. Mineralwasser kann man dagegen quasi unbegrenzt gegen den Durst trinken. Ob mit Kohlensäure oder ohne – Gerolsteiner Mineralwasser enthält viele Mineralstoffe, die wertvoll für den Körper und Stoffwechsel sind. Wem Mineralwasser auf die Dauer zu langweilig erscheint, kann es ganz wunderbar mit Limette, Zitrone, Ingwer, Gurke, Apfel, Beeren oder anderen leckeren Dingen aromatisieren. Und wer weiß, dass er das Trinken meistens einfach vergisst, der stellt sich entweder einen Timer im Handy oder lädt sich ganz einfach die TrinkCheck-App von Gerolsteiner runter. So klappt’s auch mit dem Tagespensum.

Für alle, die gern mal ein selbstgekochtes Mittagessen ausprobieren möchten, kommt hier ein einfaches, schnelles und köstliches Rezept:

Spicy Blumenkohl-Tomaten-Suppe mit Minze, 4 Portionen

  • 300 g Kartoffeln
  • 400 g Blumenkohl
  • 1 Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 EL Olivenöl
  • 2 TL Currypulver
  • 1/2 TL Zimt
  • 1,5 Liter Gemüsebrühe
  • 200 g gehackte Tomaten
  • Salz, Pfeffer
  • Saft einer halben Limette
  • Limettenspalte
  • Frühlingszwiebel
  • 2 TL gehackte Minze

Zubereitung

  1. Die Kartoffeln schälen und in Scheiben schneiden. Den Blumenkohl in Röschen teilen. Zwiebel und Knoblauchzehen pellen und fein hacken.
  2. Einen Eßlöffel Olivenöl in einem großen Topf erhitzen und die Zwiebel darin anschwitzen. Knoblauch, Currypulver und Zimt zu den Zwiebeln geben und 1 Minuten anrösten.
  3. Dann mit der Gemüsebrühe auffüllen und Kartoffeln und Blumenkohl dazugeben und ca. 12–15 Minuten kochen lassen. Die gehackten Tomaten aus dem Tetrapack zugeben und kurz weiterköcheln lassen.
  4. Mit dem Pürierstab zu einer glatten Suppe verarbeiten. Mit Salz, Peffer und dem Saft ½ Limette abschmecken. Mit Limettenspalte, Frühlingszwiebel und gehackter Minze servieren. Dazu kräftiges Bauernbrot essen.

Tipp: Die Suppe hält sich im Kühlschrank luftdicht verschlossen 3 Tage. Als Varianten kann man die Suppe z.B. mit Schafskäse, Tofuwürfeln oder kleingeschnittenem Hühnchen toppen. Wer einen Schnellkochtopf besitzt, kann diesen wunderbar einsetzen – die Kochzeit reduziert sich damit auf 8 Minuten.