Die Ursachen für Mineralienausfällungen

1. Kohlensäureverlust

Wenn Kohlensäure verloren geht, können die Mineralien im Mineralwasser sichtbar werden. Es ist daher empfehlenswert, die Flasche nach jedem Genuss wieder fest zu verschließen, um zu verhindern, dass Kohlensäure entweicht und das Wasser seinen frischen Geschmack verliert. Bei jedem Öffnungsvorgang geht allerdings Kohlensäure verloren, sodass der Gehalt in der Flüssigkeit naturgemäß stetig geringer werden kann. Unser Tipp: Sie können dem entgegenwirken, wenn Sie das Mineralwasser kühl und sonnengeschützt lagern.

2. Frost

Der Anteil fester, aber gelöster Mineralien in Gerolsteiner Mineralwasser beträgt 850 (Naturell) bis 2.500 mg/l (Medium und Sprudel). Ändert sich das Gleichgewicht von Mineralien und Kohlensäure, z. B. durch Frost, gehen die natürlichen Mineralien in eine sichtbare Form über und zeigen sich als weiße, flockige oder pulverartige Ablagerungen in der Flasche oder auch als kristalliner Belag an Trinkgläsern. Dies kann z. B. durch falsche Lagerung geschehen, wie es in den Wintermonaten vereinzelt auch im Handelsbereich vorkommen kann. Zudem können durch Frost kleine Beschädigungen an Flasche, Verschluss und Gewinde entstehen, die letztlich auch zum Entweichen der Kohlensäure führen.

3. Hitze

Wenn Mineralwasser erhitzt wird, entweicht ebenso Kohlensäure. Das starke Erhitzen lässt die Mineralien verbinden, sodass sie sichtbar werden. Die Qualität des Wassers wird dadurch nicht grundlegend beeinflusst. Das Trinken ist gesundheitlich völlig unbedenklich.

4. Offene Gefäße

Durch die längere Lagerung des Mineralwassers in offenen Behältnissen geht ebenfalls Kohlensäure verloren. Dann können die wertvollen Mineralstoffe – wie oben beschrieben – ausfallen. So kann es zu Mineralringen an Trinkgläsern oder zu einem leichten Mineralienfilm an der Oberfläche des Getränks kommen. Gerolsteiner empfiehlt daher, Mineralwasser erst unmittelbar vor dem Konsum in ein Trinkgefäß einzufüllen und es nicht über einen längeren Zeitraum stehen zu lassen, auch wenn dies absolut unbedenklich ist.

5. Gibt es einen Unterschied bei Mineralwasser in PET- und Glasflaschen?

Das Zusammenspiel von Kohlensäure und Mineralien in der PET-Flasche wurde in unserer Qualitätssicherung bei der Flaschenentwicklung natürlich berücksichtigt. Wir haben herausgefunden: Es ist vorwiegend abhängig von der Flaschengröße. In Versuchen hat sich gezeigt, dass der Kohlensäureverlust pro Zeiteinheit bei einmal geöffneten PET- bzw. Glasflaschen nahezu vergleichbar ist. Ein kleiner Unterschied dürfte im Nutzungsverhalten liegen, da aufgrund des größeren Flaschenvolumens eine 1,0-Liter-PET-Flasche bis zur Entleerung vermutlich häufiger geöffnet wird als eine 0,7-Liter-Glasflasche. Das Material der PET-Flaschen gibt außerdem etwas nach, wenn Mineralwasser darin gefriert. Deshalb platzen sie in der Regel nicht und lassen insbesondere hier das Phänomen der Mineralienausfällungen sichtbar werden.