„Einfach mitzulaufen ist wichtiger als die Zeiten, die man erreicht.“

Um 13 Uhr lief Simon Fischer in Darmstadt beim „Wings for Live World Run“ los – zeitgleich mit über 72.000 anderen Läufern an 35 Schauplätzen in 33 Ländern. Dabei hat den Gerolsteiner Mitarbeiter vor allem die besondere Atmosphäre beim einzigartigen Rennen beeindruckt. 

Sein Ziel hat Simon Fischer beim „Wings for Life World Run“ sogar übertroffen: 30 Kilometer wollte er auf der Strecke mindestens erreichen – das Catcher Car, das beim Vorbeifahren den Lauf der Überholten beendet, hatte ihn nach erst 32,5 Kilometern eingeholt. Für Fischer ein Erfolgserlebnis, zumal er die Nacht davor kaum geschlafen hatte: „Am Vorabend des Laufs war ich noch bei einer Hochzeit eingeladen. Vor dem Start musste ich dann noch die lange Strecke von Dresden nach Darmstadt fahren.“ Von über 72.000 Läufern weltweit kamen trotzdem nur rund 2.300 weiter als er.

Abschalten, erholen und regenerieren
Für Fischer, der bei Gerolsteiner in der Instandhaltung tätig ist, gehört das Laufen zum Alltag. Mindestens fünf bis sechs Trainingseinheiten absolviert er jede Woche, dazu kommen mehrere Wettkämpfe im Jahr. „Beim Laufen kann ich abschalten. Irgendwann bin ich ganz weit weg mit meinem Gedanken. Danach fühle ich mich erholt und habe meine Reserven wieder aufgeladen.“ Seit kurzem läuft Fischer jeden Mittwoch auch mit seinen Kollegen. Im Rahmen des Gerolsteiner Gesundheitsmanagements engagiert er sich beim Lauftreff als Trainer: „Für mich ist das eine gute Ergänzung zum Training, denn ich muss nicht alleine laufen. Auf den rund zehn Kilometern, die wir absolvieren, haben wir viel Spaß.“

Der Spaß stand für Fischer auch beim Wings for Live World Run im Vordergrund. Gemäß dem Motto „Laufen für alle, die nicht laufen können“ gehen die Einnahmen des Rennens in die Rückenmarksforschung. Dabei gehen weltweit Läufer an den Start, unter anderen in Brasilien, Madrid, Dubai, Gurgaon (Indien), Lima, Melbourne, München oder um die Niagara Falls in Kanada. Gerolsteiner selbst ist Partner des Events. Außerdem unterstützt der Brunnen zahlreiche weitere Laufveranstaltungen und übernimmt auch das Startgeld für seine Mitarbeiter. Mit den unternehmensinternen Lauftreffs für Anfänger und Fortgeschrittene haben die Mitarbeiter zudem die Möglichkeit, sich auf die unterschiedlichen Wettkämpfe vorzubereiten. So liefen etwa beim Lauf in Darmstadt neben Fischer acht seiner Gerolsteiner Kollegen mit und genossen die gute Stimmung bei ungewöhnlichen Rennen. „Beim Rennen für die Wings for Live Stiftung herrscht eine ganz andere Atmosphäre als bei anderen Volksläufen, die ich kenne. Die Menschen sind viel entspannter. Einfach mitzulaufen ist wichtiger als die Zeiten, die man erreicht“, erzählt Fischer.

Motivation erlernen
Als Fischer nach 25 Kilometern von Krämpfen in den Beinen geplagt wurde, boten ihm gleich viele Läufer auf der Strecke ihre Hilfe an. „Leider rufe ich meine eigentliche Leistung eher im Training ab. Beim Wettlauf meine Kräfte zu mobilisieren, fällt mir schwerer, vor allem wenn es nicht gut läuft“. Deswegen hat sich Fischer für den Lauf in Darmstadt extra ein Minimalziel gesetzt, dass für ihn realistisch zu erreichen war. „Als die Krämpfe kamen, habe ich gedacht, selbst wenn du gehst, schaffst du die 30 Kilometer. Das hat sehr geholfen und dann ging es auch bald wieder mit dem Laufen.“

Unterstützung der Hahner-Twins

Beim Wings for Life World Run mit dabei waren auch die Hahner Zwillinge. Die beiden sind derzeit Deutschlands beste Marathonläuferinnen und Markenbotschafterinnen für den Gerolsteiner Brunnen. Anna lief im Darmstadt zusammen mit Simon Fischer und ihrem Team, während ihre Schwester Lisa verletzungsbedingt ihr Team in München kräftig vom Streckenrand aus anfeuerte. Für insgesamt 36 Läufer, die sich für Team Anna und Team Lisa beworben hatten, hat Gerolsteiner das Startgeld gestellt. In Darmstadt liefen 17 Läufer vom Team Anna zusammen 432,43 Kilometer. Laura Chacon Biebach aus dem Team Anna lief mit ihrem Gerolsteiner Trikot 51,78 km und kam damit von allen Frauen in Deutschland am weitesten und im weltweiten Ranking auf Platz 4. In München erreichte Team Lisa mit 19 Läufern insgesamt 510,70 Kilometer.