Eigenes Arbeitsumfeld aktiv gestalten

Kontinuierliche Verbesserung in allen Bereichen ist für Gerolsteiner gelebte Tradition: Zwei Initiativen tragen diesem Anspruch Rechnung

So gut und effizient Prozesse bei Unternehmen auch gestaltet sein mögen – fast immer gibt es noch die eine oder andere Stellschraube, mit der sich Abläufe noch besser organisieren lassen. Oftmals reicht schon ein vermeintlich kleiner Kniff aus, um eine große Wirkung zu erzielen. Eine gute Idee senkt nicht nur die Betriebskosten, sondern spart zudem Materialien und schont Ressourcen. Wesentliche Bestandteile des Gerolsteiner Nachhaltigkeitsmanagements sind daher auch das Gerolsteiner Ideenmanagement (GIM) und der Kontinuierliche Verbesserungsprozess (KVP). Für beides gilt: Die Mithilfe der Mitarbeiter ist unbedingt gefragt!

KVP und GIM sind wichtige Bausteine, um die Prozesse im Unternehmen kontinuierlich zu verbessern. Dennoch unterscheiden sich die beiden Projekte voneinander. KVP ist ein wesentlicher Bestandteil der Gerolsteiner Effizienz Targets (GET) mit dem Ziel, Abläufe und Prozesse in Produktion und Logistik zu optimieren. Die Verbesserungen werden sowohl von der Unternehmensleitung initiiert, als auch von einzelnen Projektteams erarbeitet. GIM baut hingegen vollkommen auf die Eigeninitiative aller Mitarbeiter, die in Ihrem Arbeitsumfeld „unentdeckte“ Potenziale identifizieren und für diese einen konkreten Verbesserungsvorschlag erarbeiten. Gerolsteiner schätzt diese Eigeninitiative und teilt den Nutzen als Prämie mit seinen Mitarbeitern.

„Viele Ideen schlummern in den Köpfen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und mit GIM wollen wir diese wecken“, sagt Lothar Rätz, Leiter Arbeits- und Brandschutz. „Bei GIM sind Ideen von Allen für alle Bereiche gefragt und müssen keineswegs auf technische Themen begrenzt sein.“ Von jedem Verbesserungsvorschlag, der umgesetzt wird, profitieren die Mitarbeiter, die den Vorschlag eingereicht haben – sei es durch einen Geschenkgutschein oder eine finanzielle Beteiligung an den Einsparnissen. „Das Prinzip von GIM ist einfach, aber erfolgreich“, sagt Rätz. „Das Unternehmen spart Material und Kosten, der Mitarbeiter kann sich einbringen und sein Umfeld maßgeblich mitgestalten.“ Zuletzt habe Gerolsteiner auf ein neues günstigeres Bodenreinigungsmittel umgestellt, das im Hinblick auf Umweltverträglichkeit, Sauberkeit und Hygiene in gleicher Weise überzeugt hatte. Die Idee von Herbert Schichel, Andreas Hoffmann, Gerd Schneider und Thomas Sassen wurde zunächst einem Testlauf unterzogen und wegen der guten Ergebnisse dauerhaft realisiert. Die Ersparnis wurde zu 30 Prozent an die vier Ideengeber weitergegeben.

Arbeitssicherheit weiter erhöht

Arbeitssicherheit nimmt für Gerolsteiner einen entscheidenden Stellenwert ein. Die Idee von Hans Jürgen Smiatek, der seit 21 Jahren in der Abfüllung bei Gerolsteiner arbeitet, haben Lothar Rätz und sein Team daher kurzerhand aufgegriffen. Der gelernte Kfz-Mechaniker und Sicherheitsbeauftragte erachtet die Standards bei Gerolsteiner zwar bereits als sehr hoch, hatte aber dennoch einen Vorschlag, wie diese noch verbessert werden können. Durch das Drei-Schicht System sei eine kontinuierliche Unterweisung schwierig zu gestalten. „Das ist jedoch wichtig, denn im hektischen Arbeitsalltag fehlt manchem Kollegen das Bewusstsein für die Gefahr“, sagt Smiatek. Deshalb schlug er eine elektronische Bibliothek vor, die Produktionsvorgaben vor Ort allen verfügbar macht. „Solche guten Ideen haben wir bereits dutzendfach umsetzen können – und hierauf sind wir auch angewiesen“, sagt Rätz. „Unser Unternehmen steht ständig vor neuen Herausforderungen. Fast täglich verändern sich Abläufe und Prozesse. Deshalb freuen wir uns auch weiterhin auf alle Ideen, die bestehende Prozesse bei Gerolsteiner verbessern.“

Kontinuierlicher Verbesserungsprozess für mehr Effizienz

Die Maßnahmen, die im Rahmen des KVP bereits umgesetzt worden sind, kamen insbesondere der Effizienz von Produkt und Logistik zugute. „KVP ist nicht für kurzfristige Erfolge ausgelegt. Es erfordert Zeit und Nachhaltigkeit, ein klares Ziel und Transparenz. Dabei ist der kontinuierliche Einsatz unserer Mitarbeiter gefragt“, erklärt Norbert Kuhl, Leiter Produktivitäts- und Supply Chain Management. Die Grundlage des KVP bilden fortlaufende Workshops in den Bereichen Produktion und Logistik. Die Arbeitsgruppen haben zum Beispiel ein Konzept entwickelt, um Gruppierstaplerprozesse entscheidend zu verbessern. Zudem gelang es Gerolsteiner die Ausschussmenge bei Mehrweg- und Einwegverpackungen zu reduzieren. Mit Weiterbildungsangeboten unterstützt Gerolsteiner die Workshops als auch die flächendeckende Umsetzung der Konzepte. Mitarbeiter, die eine Arbeitgsruppe moderieren wollen, werden für den gesamten Prozess begleitet. Für 2015 sind weitere Qualifikationsmaßnahmen und eine Ausweitung der KVP-Initiative vorgesehen.

Weitere Gerolsteiner Geschichten