Triathlet Robert von Leesen im Interview

Der seit kurzem verheiratete Robert von Leesen, ehemals Skazidroga, ist Sportler und Triathlet aus Leidenschaft. Letztes Jahr belegte der 30-Jährige den dritten Platz beim Red Bull Tri Islands Triathlon. Der Master-Student der Sporthochschule Köln als Stipendiat von Gerolsteiner ist Vater einer Tochter und wird nach Abschluss des Masters als Trainingsberater, Bike-Fitter und Leistungsdiagnostiker seine Passion zum Beruf machen. Robert hat mit seinem Rad schon die halbe Welt bereist – als letztes von Alaska nach Feuerland. Dieses Jahr tritt er erneut beim Red Bull Tri Islands an und wir haben ihn vorab zu einem Interview getroffen:

Wie bist du überhaupt zum Triathlon gekommen?

Wenn man sein ganzes Leben lang Sport gemacht hat und einen gewisse Leidenschaft mitbringt, landet man früher oder später immer bei dem Versuch einen Triathlon zu bestreiten. Bei mir war es eigentlich ganz ähnlich, ich bin als erstes ohne große Vorbereitung einen Marathon gelaufen. Das war zwar sehr schmerzhaft, aber es war mein Grundstein für den Triathlon, weil ich gemerkt habe, dass Laufen mich nicht völlig erfüllt und ich auch gerne Rad fahre.

Wann hast du an deinem ersten Triathlon teilgenommen?

Das war schon im Jahr 2006 im Rahmen meines Abiturs. Da habe ich an einem kurzen Schülertriathlon teilgenommen. Natürlich war das damals noch mit Badeshorts, ohne Schwimmbrille, mit Stadtrad und Skihelm. Ich erzähle immer gerne von dieser ersten Erfahrung, weil sie zeigt, dass man nur ein wenig Mut braucht, um seinen ersten Triathlon zu bestreiten. 2009 in Hamburg war dann mein erster richtiger Triathlon mit Vorbereitung bei dem ich mit über 10.000 anderen Athleten an den Start gegangen bin. Dort bin ich sogar direkt auf dem 13. Platz gelandet.

Wie bereitest du dich auf den Red Bull Tri Islands Triathlon vor?

Bis 2016 war ich relativ professionell unterwegs und habe bis zu 25 Stunden die Woche in das Training investiert. Mit der Geburt meiner Tochter habe ich dann erstmals aufgehört professionell an Triathlons teilzunehmen. Mitte Juli hat mich dann Gerolsteiner angeschrieben und gefragt ob ich nicht noch einmal an den Red Bull Tri Islands teilnehmen möchte. So wie es der Zufall will kommen wir einen Tag vor dem Triathlon aus Norwegen zurück und fahren praktisch direkt an Föhr vorbei. Da hat es dann natürlich wieder in den Beinen gejuckt und ich habe das Training wieder aufgenommen. Natürlich nicht ganz so intensiv wie früher.

Letztes Jahr hast du den dritten Platz belegt: Hast du konkrete Ziele in diesem Jahr bei den Red Bull Tri Islands?

Insgeheim träume ich eigentlich wieder auf das erste Boot zu kommen, aber ich glaube das wird dieses Jahr eine schwere Nummer. Ich glaube, ich komme dieses Jahr zum Red Bull Tri Islands, um einfach Spaß zu haben und dafür ist das Format natürlich wie gemacht. Mit einer Platzierung auf dem Treppchen rechne ich dieses Jahr nicht, dafür haben andere sicher mehr und härter gearbeitet, aber ich bin schon wieder erstaunlich fit und nah an den Leistungen der letzten Jahre.

Welche Rolle spielt die Ernährung bei den Vorbereitungen für einen Triathlon?

Ich sag mal so, das Thema Ernährung wird oft über- oder unterschätzt. Das wichtigste sind die Kohlehydrate. Diese sind der Hauptantrieb bei intensiven Belastungen. Von Nahrungsergänzungsmitteln halte ich nichts, denn wer sich ausgewogen ernährt braucht diese nicht. Obst, Gemüse und auch guter Fisch bietet alles was man braucht. Meine Devise: Wer sich ausgewogen ernährt, wird auch keine Probleme bekommen.

Gibt es hinsichtlich des Trinkverhaltens beim Triathlon etwas Bestimmtes zu beachten?

Ich glaube, hier hilft es einfach zu wissen, was der Körper überhaupt aufnehmen kann. Es nützt kaum etwas, wenn man 1,5 Liter pro Stunde oder mehr trinkt, denn der Magen-Darm-Trakt schafft es im Idealfall einen Liter pro Stunde aufzunehmen. Vor allem ist es aber auch wichtig darauf zu achten, was man trinkt. Denn auch bei Mineralwasser gibt es große Unterschiede. Die Mineralisierung ist in jedem Fall wichtig – deshalb ist es ja so gut, dass Gerolsteiner bei dem Red Bull Tri Islands Triathlon an den Trinkstationen dabei ist. Denn hier stimmt die Mineralisierung und man gleicht mit jedem Schluck seinen Magnesium- und Calciumhaushalt aus.

Was sind deine persönlichen Trinktipps?

Ein wichtiger Tipp für mich ist auf jeden Fall das Trinken unter Belastung zu üben. Wie die Beine muss auch der Magen trainiert werden, um Getränke unter Belastung aufnehmen zu können. Wer das nie vorher geübt hat, dem drohen Magenschmerzen oder gar der Abbruch. In der Regel gilt, dass der Magen besser mit kleinen Schlucken klarkommt als mit großen Mengen.

Welche Disziplin liegt dir beim Triathlon am ehesten – Fahrradfahren, Laufen oder Schwimmen?

Ich bin schon ein relativ starker Läufer. Das hilft, da ich zum Ende hin selten überholt werde und eher der Jäger bin. Das Schwimmen ist meine schwächste Disziplin. Ich habe aber tatsächlich das Gefühl, dass ich beim Laufen oft leide, da ich gerne über meine Grenzen hinausgehe. Wenn es rein um den Spaß geht macht mir auf jeden Fall das Radfahren am meisten Spaß – dort bin ich am ausgeglichensten unterwegs.

Gibt es etwas womit du dich nach dem Triathlon belohnst?

Nach dem Triathlon gönne ich mir gerne ein kaltes Hefeweizen. Das darf dann auch gerne mal mit Alkohol sein. Generell liebe ich die Triathlons mit richtig guter Verpflegung. Da nehme ich mir auch gerne mal etwas schön Ungesundes, wie zum Beispiel ein riesiges Stück Torte. Das finde ich nach dem Triathlon auch gar nicht schlimm.

Vielen Dank für deine Zeit, Robert und viel Spaß und Erfolg beim Red Bull Tri Islands!

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