Energie aus erneuerbaren Ressourcen

Entwicklung neuer Konzepte zur Einsparung von CO2

Unser Energiemanagement erarbeitet Konzepte und Maßnahmen, um den Strom- und Wärmeverbrauch kontinuierlich zu reduzieren. Die Daten aus unserem Energie-Controllingsystem verschaffen uns Transparenz über die Verbräuche und die Möglichkeit, Einsparpotenziale zu identifizieren. Und wir sind nach dem international anerkannten Energiemanagement-Standard ISO 50001 zertifiziert. Zu den wichtigsten Ansatzpunkten für die Erreichung unseres Ziels gehört neben der internen Logistik die Versorgung mit elektrischer Energie und Wärme: Durch Strom und Brennstoffe entstehen circa zehn Prozent unserer Emissionen. Da wir seit 2017 zu 100 Prozent Ökostrom nutzen – und so 2020 gut 11.000 Tonnen CO2 eingespart haben –, ist der Haupttreiber dabei die Wärmeversorgung. Aktuell nutzen wir dafür Erdgas, das die geringsten Treibhausgas-Emissionen aller fossilen Energieträger aufweist. Aber wir sind bereits auf der Suche nach noch nachhaltigeren Alternativen.

 

Evaluierung von Biomasse und Sonnenenergie

„In der ersten Jahreshälfte haben wir mit einer Machbarkeitsstudie analysiert, wie wir unsere Wärmeversorgung auf erneuerbare Ressourcen umstellen können“, erklärt Energiemanager Julian Schneider. Konkret hat unser Team die Nutzung von Biomasse, die in Form von Hackschnitzeln als Brennstoff dient, und von Sonnenenergie, die mithilfe von Parabolspiegeln eingefangen wird, untersucht.

Bild einer Solarplatte

Jeder dieser beiden Ansätze hat Vor- und Nachteile. Biomasse steht unabhängig vom Wetter zur Verfügung, dafür ist der Aufwand – zum Beispiel Beschaffung, Qualitätsprüfung und Lagerung – höher. Sonnenenergie ist kostenlos verfügbar und die Steuerung der Parabolspiegel unkompliziert, die Energieversorgung ist aber nicht planbar. „Deswegen ist auch denkbar, dass wir beides miteinander kombinieren“, führt Schneider aus. Sobald die Entscheidung für eine Technologie – oder beide – gefallen ist, folgen die weiteren Planungen für die neue Wärmeversorgung.

Auch das Thema Photovoltaik verfolgen wir weiter. Wir lassen die Dachflächen unserer älteren Gebäude aktuell prüfen. Unsere neuen Hallen sind bereits von Grund auf für die Installation von Photovoltaikanlagen ausgelegt. „Da wir bereits Ökostrom nutzen, liegt unser Fokus im Energiemanagement aber zunächst auf der Wärmeversorgung“, sagt Julian Schneider.

Stromverbrauch und Einsparungen

Abbildung von drei Windrädern

Unser Stromverbrauch, den wir in Bezug auf 100 Abfüllungen bilanzieren, ist im Jahr 2020 übrigens leicht von 3,06 auf 3,29 kWh/100 Flaschenfüllungen gestiegen. Die Hauptgründe dafür sind zum einen die Umstellung auf E-Gabelstapler, wodurch gleichzeitig unser Dieselverbrauch gesunken ist. Zum anderen die im Vergleich zu 2019 leicht gesunkene Abfüllmenge aufgrund von Einbußen im Gastronomie-Geschäft im Rahmen der Corona-Pandemie. Unser Gesamtwärmeverbrauch ist 2020 nahezu konstant geblieben und lag bei 5,54 kWh/100 Flaschenfüllungen.