Heute handeln, um das Morgen zu sichern

Klimaschutz mit Stern: Wir bekennen uns zum 1,5-Grad-Ziel

Nachhaltigkeit liegt in unserer DNA, denn wir vertreiben ein Naturprodukt, das auf eine intakte Umwelt angewiesen ist. Für uns ist Umwelt- und Klimaschutz gleich Produktschutz.

Wir arbeiten schon lange konsequent und hart daran, Emissionen zu vermeiden und zu reduzieren, um unseren CO2-Fußabdruck so gering wie möglich zu halten - Schritt für Schritt im gesamten Unternehmen und gemeinsam mit unseren Partnern. Für die Zukunft setzen wir uns noch ambitioniertere Klimaschutzziele:

Aktiv Ressourcen schonen und CO2 reduzieren

Wir haben uns ambitionierte Klimaschutzziele gesetzt. Um diese zu erreichen, setzen wir auf einen kontinuierlichen Prozess, in dem wir uns Schritt für Schritt verbessern.

Klimaziele

Wir schützen unsere Wälder für ein stabiles Klima

Damit nicht vermeidbare Emissionen schon heute ausgeglichen werden, ist der Gerolsteiner Brunnen mit Hilfe von Kompensationsprojekten seit 2020 entlang der gesamten Wertschöpfungskette (Scope I, II und III) klimaneutral gestellt. Das umfasst alle Bereiche von der Abfüllung, über die Verpackung, bis hin zum Transport und der Rückführung der Mehrwegflaschen.

Die Klimaneutralstellung erreichen wir über Ausgleich mit zertifizierten Waldschutzprojekten. Klimaschutz ist ein globales Anliegen, daher engagieren wir uns dort, wo die stärksten Auswirkungen des Klimawandels zu spüren sind. Seit 2022 gleichen wir unsere Emissionen mit ClimatePartner im Rahmen von Projekten in Indonesien und Peru aus.

Gerolsteiner Zukunftswald

Unser Weg zur Klimastrategie

Wer sich aktiv für Klimaschutz einsetzen möchte, der muss wissen, wie viel Treibhausgase er ausstößt. Deshalb war der erste Schritt im Rahmen unserer Klimaschutzstrategie die Erstellung einer Unternehmensklimabilanz. Gemeinsam mit dem renommierten Institut für Energie- und Umweltforschung (ifeu) Heidelberg haben wir unsere Klimabilanz für die Jahre 2017 bis 2020 erstellt. Dabei werden alle Emissionen entlang unserer Wertschöpfungskette berücksichtigt.

Auf Basis der Klimabilanz wurden die wesentlichen Handlungsfelder für Reduktionsmaßnahmen ermittelt, um unser Ziel bis 2030 zu erreichen, unseren Beitrag zum 1,5-Grad-Ziel zu leisten. Wir werden uns in diesem Jahr konkrete Einzelziele und Maßnahmen für diese Handlungsfelder setzen. Dabei beziehen wir auch unsere Partner und Lieferanten ein, da Klimaschutz entlang der gesamten Wertschöpfungskette nur gemeinsam gelingen kann.

Klimaschutzstrategie

Gerolsteiner Klimaschutz: Fragen und Antworten

Bereits im Rahmen des Kyoto-Protokolls wurden 2005 erstmals verbindliche Zielwerte für den Ausstoß von Treibhausgasen in den Industrieländern festgelegt. Treibhausgase sind die hauptsächliche Ursache der globalen Erwärmung. 2015 wurde diese Vereinbarung vom sogenannten Paris-Abkommen abgelöst. Dieses Abkommen verpflichtet gleichermaßen die Industrie-, Entwicklungs- und Schwellenländer zum Kampf gegen die Erderwärmung. Es beinhaltet die Verpflichtung, die durchschnittliche globale Erderwärmung bis zum Ende des Jahrhunderts gegenüber der vorindustriellen Zeit auf deutlich unter 2°C zu begrenzen. 2021, auf der Weltklimakonferenz in Glasgow, hoben die Vertragsstaaten hervor, dass es noch mehr nationale Bemühungen in diesem Jahrzehnt geben muss, um die Erderwärmung auf 1,5 Grad Celsius zu begrenzen. Erstmals einigten sich die Staaten u. a. auf einen Abbau der Kohleverbrennung, die Nachbesserung von Klimazielen und ihre Überprüfung nach einheitlichen Standards.

Mit dem Pariser Klimaschutzübereinkommen haben die 196 unterzeichnenden Staaten erstmals rechtsverbindlich vereinbart, den Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur auf deutlich unter 2 Grad Celsius gegenüber vorindustrieller Zeit zu halten. Zusätzlich sollten – wie auf der Weltklimakonferenz in Glasgow bestätigt – Anstrengungen unternommen werden, um den Temperaturanstieg möglichst auf 1,5 °C zu begrenzen. Grundlage dieser Entscheidung sind wissenschaftliche Erkenntnisse über wahrscheinliche Folgen der globalen Erwärmung. Der Weltklimarat „Intergovernmental Panel on Climate Change“ (IPCC) empfiehlt, dringend auf das 1,5-Grad-Ziel zuzuarbeiten: So könnte im Vergleich zu einer Erwärmung um 2 Grad die Häufigkeit von Hitzesommern nur knapp halb so stark steigen, der Anstieg der Meeresspiegel würde deutlich gedämpft und es wären “nur” 70 Prozent der Korallenriffe im Vergleich zu 99 Prozent vom Absterben bedroht. Selbst wenn wir dieses Ziel erfüllen, hat der Klimawandel also immer noch weitreichende Folgen.

https://www.klimafakten.de/sites/default/files/downloads/klimafakten1komma5grad.pdf

 

Als erster deutscher Mineralbrunnen bekennen wir uns zum 1,5-Grad-Ziel. Die Maßnahmen unserer Klimaschutzstrategie sind darauf ausgerichtet, unseren Anteil zu leisten, damit der von Menschen verursachte globale Temperaturanstieg durch den Treibhauseffekt auf max. 1,5 Grad Celsius begrenzt wird.

Basis der Klimastrategie eines Unternehmens ist die Ermittlung der Unternehmensklimabilanz: Mit einem unabhängigen Anbieter wird errechnet, welche CO2-Emissionen ein Unternehmen jährlich ausstößt. Den Standard zur Berechnung legt dabei das sogenannte Greenhouse-Gas-Protocol fest.

Es werden verschiedene Bereiche erfasst:

  • Scope 1: umfasst alle direkten Emissionen am Standort (eigene Verbrennung von Brennstoffen sowie für Fuhrpark). Darunter fallen Erdgas, Benzin, Diesel, LPG, Flüssiggas und Autogas. Beispiele bei Gerolsteiner sind hier die Betankung (PKW, LKW, Stapler) und gasbetriebene Anlagenteile.
  • Scope 2: beinhaltet indirekte Emissionen am Standort. Darunter fällt der eingekaufte Strom. 
  • Scope 3: umfasst Emissionen der vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette. Darunter fallen bei uns eingekaufte Materialien und Güter (Flaschen, Deckel, Etiketten, Kisten, Palletten, Zucker, Konzentrat, Kohlensäure, Reinigungsmittel etc.), Transporte (Inland, Export, Rückführung Mehrweg), Flugreisen, das Pendeln der Mitarbeiter, Produktionsabfälle, Abwasser, und das Recycling sowie die Entsorgung verkaufter Produkte.

Wie bei vielen produzierenden Unternehmen liegt der Schwerpunkt unserer Treibhausgasemissionen in den vor- und nachgelagerten Aktivitäten entlang unserer Lieferkette (Scope 3): ca. 90 % unseres Ausstoßes entsteht in diesem Bereich. Hier machen die Bereiche Verpackung – von der Beschaffung bis zum Recycling – und der Transport – bis in den Handel deutschlandweit und auch international sowie die Rückführung unserer Mehrwegflaschen – einen Großteil aus. Die Herausforderung in diesem Bereich ist, dass wir diese Emissionen nur bedingt kontrollieren können. Wir stellen uns dieser Herausforderung, denn uns ist es wichtig, unseren CO2-Fußabdruck entlang der gesamten Wertschöpfungskette in unsere Klimastrategie mit einzubeziehen.

Die restlichen 10 % unserer klimarelevanten Emissionen entstehen bei uns am Standort (Scope 1 und 2). Hier geht es um Brennstoffe wie Erdgas, Heizöl und Diesel, die bei uns in Produktion und Logistik eingesetzt werden. Außerdem wird der genutzte Strom in der Verwaltung und Produktion einbezogen. Wir setzen seit 2017 zu 100 % zertifizierten Ökostrom ein, der aus erneuerbaren Energien gewonnen wird. Auch wenn diese Bereiche nur einen relativ geringen Anteil an unserem Gesamtfußabdruck haben, sind sie dennoch sehr entscheidend für unsere Klimastrategie: Auf diese Bereiche haben wir direkten Einfluss und können aus eigener Anstrengung Veränderungen und Reduktionen erwirken. Wir stellen uns einer sehr anspruchsvollen Aufgabe, die uns lange Zeit begleiten wird.

Am Standort (Scope 1 und 2): Reduktion der klimarelevanten Emissionen bis 2030 um 59 % im Vergleich zum Basisjahr 2016 (absolutes Ziel). Hiermit leisten wir in Anlehnung an die internationale Klimapolitik einen aktiven Beitrag zur Begrenzung der globalen Erwärmung auf 1,5 Grad Celsius.

Vor- und nachgelagerte Aktivitäten entlang der gesamten Wertschöpfungskette (Scope 3): Unsere Ambition gemeinsam mit unseren Partnern: 59 Prozent CO2-Reduktion auch entlang der gesamten Wertschöpfungskette in Scope 3 zu erzielen und damit einen Beitrag zum 1,5-Grad-Ziel zu leisten.

Entlang der gesamten Wertschöpfungskette (Scope 1, 2 und 3): Gerolsteiner ist seit 2020 entlang der gesamten Wertschöpfungskette klimaneutral gestellt. Das bedeutet, wir sind von der Abfüllung, über die Verpackung bis hin zum Transport und der Rückführung der Mehrwegflaschen klimaneutral gestellt. Das erreichen wir über Kompensationen (Scope 1, 2 und 3) mit international zertifizierten Klimaschutzprojekten.

Auf Basis der Klimabilanz hat Gerolsteiner die wesentlichen Handlungsfelder zur CO2-Reduktion im Hinblick auf ihre Reduktionspotenziale und Relevanz für die Stakeholder betrachtet. Folgende Bereiche wurden ausgemacht: Brennstoffe, Strom, eingekaufte Güter, Transporte und Administration. Schritt für Schritt werden nun Maßnahmen umgestezt, mit denen in diesen Handlungsfeldern klimarelevante Emissionen eingespart werden. Hier einige Beispiele: Umstellung auf E-Stapler, alternative Antriebstechnologien bei Dienstwagen und in der Zustellung, Erhöhung des rPET-Anteils, Reduktion bei der Umreifungsfolie und Ausweitung der Bahnverladung.

Für unsere Emissionen aus vor- und nachgelagerten Aktivitäten gilt: Hier können wir nur gemeinsam mit unseren Partnern Reduktionen erzielen. Deshalb haben wir bereits zwei Dialogrunden mit unseren Partnern und Lieferanten initiiert. Unsere Ambition: 59 Prozent CO2-Reduktion auch entlang der gesamten Wertschöpfungskette in Scope 3 zu erzielen und damit einen Beitrag zum 1,5-Grad-Ziel zu leisten.

Der Begriff klimaneutral bedeutet, dass die Treibhausgasemissionen eines Unternehmens, Produktes, Services etc. auf Grundlage international anerkannter Standards berechnet, soweit wie möglich reduziert und die verbleibenden Emissionen durch die Unterstützung von Klimaschutzprojekten zum Beispiel für Aufforstung oder Erneuerbare Energien ausgeglichen wurden.

An erster Stelle stehen für Gerolsteiner die Vermeidung und Reduktion von CO2-Emissionen- und Äquivalenten. Es wird uns aber nicht gelingen, alle Emissionen vollständig zu vermeiden oder zu reduzieren. Daher gleichen wir seit 2020 nicht vermeidbare Emissionen mithilfe von internationalen zertifizierten Klimaschutzprojekten aus. Klimaschutzprojekte sparen CO2 ein, zum Beispiel durch Aufforstung oder Waldschutz. Unabhängige Organisationen kontrollieren die genaue Höhe der Einsparungen. Diese Einsparungen werden in Form von zertifizierten Emissionsminderungen verkauft, um das Projekt zu finanzieren.

Gerolsteiner hat sich für die Unterstützung von zwei Waldschutzprojekten in Indonesien und Peru entschieden. Wälder zählen zu den wichtigsten CO2-Speichern des Planeten, beherbergen eine enorme Artenvielfalt und sind Lebensgrundlage für alle Menschen. Die globalen Waldflächen sind jedoch in den letzten Jahrzehnten aufgrund von zunehmender Besiedelung, landwirtschaftlicher Nutzung, illegaler Abholzung und Rohstoffabbau stark zurückgegangen. Waldschutzprojekte stellen sicher, dass Wälder langfristig erhalten bleiben und dass der Schutz des Waldes einen höheren Wert erfährt als seine Abholzung.

Wir haben uns für die freiwillige CO2-Kompensation durch die Umsetzung von Klimaschutzprojekten für eine Zusammenarbeit mit ClimatePartner entschieden. Das Unternehmen wurde 2006 gegründet und weist eine hohe Expertise im Bereich Kompensation auf. ClimatePartner verfügt mit 500 zertifizierten Klimaschutzprojekten über ein breites Portfolio. Wir glauben mit ihnen einen kompetenten und vertrauensvollen Partner zur Erreichung unserer Klimaschutzziele an unserer Seite zu haben.

Eine Kompensation unserer CO2-Emissionen ist in Deutschland nicht möglich, da praktisch alle in Frage kommenden Projekte in Deutschland im Rahmen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes gefördert werden. Eine Doppelförderung ist nach den für die freiwillige Klimakompensation geltenden Maßstäben aber ausgeschlossen. Deshalb existieren hier praktisch keine ausreichend effizienten Projekte, die für die Klimakompensation genutzt werden könnten.

Klimaschutz ist ein globales Anliegen, daher engagieren wir uns mit Waldschutz dort, wo die stärksten Auswirkungen des Klimawandels zu spüren sind, in unserem Fall konkret in Peru und Indonesien. Durch die Investition in Klimaschutzprojekte in schwach entwickelten Ländern kann ein wesentlich größerer Umweltnutzen für die gleiche Summe erzeugt werden. Deshalb ist es sinnvoll, dort zu investieren.

Als regional verankertes Unternehmen weiten wir darüber hinaus unser Engagement für klimastabile Wälder in der Eifel im Rahmen des Projektes Gerolsteiner Zukunftswald aus. Außerdem unterstützen wir in vielseitigen Kooperationen Natur- und Nationalparks in unserer Region.

Wir unterstützen die Allianz für Entwicklung und Klima