Aktiver Klimaschutz

Klimaschutz mit Stern: Wir bekennen uns zum 1,5-Grad-Ziel

Nachhaltigkeit liegt in unserer DNA, denn wir vertreiben ein Naturprodukt, das auf eine intakte Umwelt angewiesen ist. Für uns ist Umwelt- und Klimaschutz gleich Produktschutz.

Wir arbeiten schon lange konsequent und hart daran, Emissionen zu vermeiden und zu reduzieren, um unseren CO2-Fußabdruck so gering wie möglich zu halten - Schritt für Schritt im gesamten Unternehmen und gemeinsam mit unseren Partnern. Für die Zukunft setzen wir uns noch ambitioniertere Klimaschutzziele:

Bis 2030 setzen wir uns das Ziel, unseren CO2-Fußabdruck am Standort (Scope 1 und 2) im Vergleich zu 2016 um 59% zu senken. Damit leisten wir unseren Beitrag zu dem in der internationalen Klimapolitik am höchsten gesetzten Ziel, die globale Erwärmung auf 1,5 Grad Celsius zu begrenzen.

Wir suchen außerdem den gezielten Austausch mit unseren Lieferanten und Partnern entlang der gesamten Lieferkette, um zusammen Möglichkeiten auszuschöpfen, unseren gemeinsamen CO2-Fußabdruck (Scope 3) so gering wie möglich zu halten.

Wir schützen unsere Wälder für ein stabiles Klima

Seit 2020 sind wir entlang der gesamten Wertschöpfungskette klimaneutral. Das bedeutet, wir werden von der Abfüllung, über die Verpackung, bis hin zum Transport und der Rückführung der Mehrwegflaschen klimaneutral.

Das erreichen wir über Ausgleich (Scope 1, 2 und 3) mit zertifizierten Waldschutzprojekten in Indonesien und Brasilien. Klimaschutz ist ein globales Anliegen, daher engagieren wir uns dort, wo die stärksten Auswirkungen des Klimawandels zu spüren sind. Wir setzen diese Projekte mit unserem Partner First Climate um.

Vermiedene Abholzung

  • Das Projekt: Das Rimba Raya Schutzgebiet befindet sich im Südosten Borneos. Es erstreckt sich über eine Fläche von nahezu 100km und verläuft entlang der Grenzen des Tanjung Puting Nationalparks. Das Projekt umfasst eine Fläche von 64.000 Hektar Wald und hat sich speziell auch dem Schutz bedrohter Arten verschrieben - u.a. des vom Aussterben bedrohten Borneo-Urang-Utans, dessen Population im letzten Jahrhundert um 95% zurückgegangen ist. Dazu erwirbt das Projekt Nutzungsrechte für an das Schutzgebiet angrenzende Areale, die als Pufferzonem dienen.
  • Der Standard: Das Projekt erfüllt folgende hohe und international anerkannte Standards: den Verified Carbon Standard (VCS) und den Climate, Community and Biodiversity Standard (CCB).
  • Weiterführende Infos: 

Waldschutz in Para

  • Das Projekt: Das Projekt unterstützt die Dorfgemeinschaften in der Projektregion dabei, ihre umliegenden Wälder vor dem Zugriff neuer Siedler zu schützen und damit vor der Abholzung zu bewahren. Konkret geht es um den Schutz, einer rund 180.000 Hektar großen Waldfläche. Die Dorfbewohner werden im Rahmen des Projektes speziell trainiert, um neue Siedler von den Vorteilen einer nachhaltigen Waldnutzung zu überzeugen und sie zur Mitarbeit beim Waldschutz zu bewegen.
  • Der Standard: Das Projekt erfüllt folgende hohe und international anerkannte Standards: den Verified Carbon Standard (VCS) und den Climate, Community and Biodiversity Standard (CCB).
  • Weiterführende Infos:

Als regional verankertes Unternehmen weiten wir darüber hinaus unser Engagement für regionale klimastabile Wälder im Rahmen des Projektes Gerolsteiner Zukunftswald

Gerolsteiner Zukunftswald

Unser Weg zur Klimastrategie

Wer sich aktiv für Klimaschutz einsetzen möchte, der muss wissen, wie viel Treibhausgase er ausstößt. Deshalb war der erste Schritt im Rahmen unserer Klimaschutzstrategie die Erstellung einer Unternehmensklimabilanz. Gemeinsam mit dem renommierten Institut für Energie- und Umweltforschung (ifeu) Heidelberg haben wir unsere Klimabilanz für die Jahre 2017 und 2018 erstellt. Aktuell erheben wir die Daten für 2019. Dabei werden alle Emissionen entlang unserer Wertschöpfungskette berücksichtigt.

Die Erarbeitung unserer Klimastrategie hat uns als Unternehmen und vor allem das Gerolsteiner Nachhaltigkeitsteam das ganze letzte Jahr begleitet. Nach Aufstellung der Klimabilanz, hat sich das Team in mehreren Workshops getroffen, um gemeinsam mit Beratern und Experten die Gerolsteiner Klimaziele zu erarbeiten.

Auf Basis der Klimabilanz wurden die wesentlichen Handlungsfelder für Reduktionsmaßnahmen ermittelt, um unser Ziel bis 2030 zu erreichen, unseren Beitrag zum 1,5-Grad-Ziel zu leisten. Wir werden uns in diesem Jahr konkrete Einzelziele und Maßnahmen für diese Handlungsfelder setzen. Dabei beziehen wir auch unsere Partner und Lieferanten ein, da Klimaschutz entlang der gesamten Wertschöpfungskette nur gemeinsam gelingen kann.

Zur Ausschöpfung aller Reduktionspotenziale ist es ein langer und anspruchsvoller Weg. Als produzierendes Unternehmen wird es Gerolsteiner auch nicht gelingen, gar keine Emissionen mehr zu verursachen. Da wir aber schon jetzt Vorreiter für Klimaschutz sein und damit Impulse in unserer Branche setzen möchten, hat Gerolsteiner entschieden, 2020 entlang der gesamten Wertschöpfungskette klimaneutral zu werden. Emissionen, die wir selbst nicht vermeiden können, gleichen wir mit Waldschutzprojekten, die nach höchsten Standards zertifiziert sind, aus.

Gerolsteiner Klimaschutz: Fragen und Antworten

Bereits im Rahmen des Kyoto-Protokolls wurden 2005 erstmals verbindliche Zielwerte für den Ausstoß von Treibhausgasen in den Industrieländern festgelegt, welche die hauptsächliche Ursache der globalen Erwärmung sind.

2015 wurde diese Vereinbarung vom sogenannten Paris-Abkommen abgelöst. Dieses Abkommen verpflichtet gleichermaßen die Industrie-, Entwicklungs- und Schwellenländer zum Kampf gegen die Erderwärmung. Es beinhaltet die Verpflichtung, die durchschnittliche globale Erderwärmung bis zum Ende des Jahrhunderts gegenüber der vorindustriellen Zeit auf deutlich unter 2°C zu begrenzen.

In Anlehnung an diese Verpflichtung hat sich die sogenannte Science Based Targets-Initiative gegründet. Die Science Based Targets (SBTs) sind Reduktionsziele, die auf wissenschaftlicher Basis berechnet werden. An der Initiative teilnehmende Unternehmen sollen sich ein ehrgeiziges Ziel zur Einsparung ihrer verursachten Treibhausgase setzen, das im Einklang mit dem 2°C-Ziel (wenn möglich 1,5°C) des Pariser Klimaabkommens steht.

Mit dem Pariser Klimaschutzübereinkommen haben die 196 unterzeichnenden Staaten erstmals rechtsverbindlich vereinbart, den Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur auf deutlich unter 2 Grad Celsius gegenüber vorindustrieller Zeit zu halten. Zusätzlich sollten Anstrengungen unternommen werden, um den Temperaturanstieg möglichst auf 1,5°C zu begrenzen. Grundlage dieser Entscheidung sind wissenschaftliche Erkenntnisse über wahrscheinliche Folgen der globalen Erwärmung. Der Weltklimarat "Intergovernmental Panel on Climate Change" (IPCC) empfiehlt, dringend auf das 1,5-Grad-Ziel zuzuarbeiten: So könnte im Vergleich zu einer Erwärmung um 2 Grad die Häufigkeit von Hitzesommern nur knapp halb so stark steigen, der Anstieg der Meeresspiegel würde deutlich gedämpft und es wären "nur" 70 Prozent der Korallenriffe im Vergleich zu 99 Prozent vom Absterben bedroht.

Selbst wenn wir dieses Ziel erfüllen, hat der Klimawandel also immer noch weitreichende Folgen. https://www.klimafakten.de

Als erster deutscher Mineralbrunnen bekennen wir uns zum 1,5-Grad-Ziel. Die Maßnahmen unserer Klimaschutzstrategie sind darauf ausgerichtet, einen Beitrag zu leisten, damit der von Menschen verursachte globale Temperaturanstieg durch den Treibhauseffekt auf unter 1,5 Grad Celsius begrenzt wird.

Basis der Klimastrategie eines Unternehmens ist die Ermittlung der Unternehmensklimabilanz: Mit einem unabhängigen Anbieter wird errechnet, welche CO2-Emissionen ein Unternehmen jährlich ausstößt. Den Standard zur Berechnung legt dabei das sogenannte Greenhouse-Gas-Protocol fest. Es werden verschiedene Bereiche erfasst:

  • Scope 1: umfasst alle direkten Emissionen am Standort (eigene Verbrennung von Brennstoffen sowie für Fuhrpark). Darunter fallen Erdgas, Benzin, Diesel, LPG, Flüssiggas und Autogas. Beispiele bei Gerolsteiner sind hier die Betankung (PKW, LKW, Stapler) und gasbetriebene Anlagenteile.
  • Scope 2: beinhaltet indirekte Emissionen am Standort. Darunter fällt der eingekaufte Strom. 
  • Scope 3: umfasst Emissionen der vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette. Darunter fallen bei uns eingekaufte Materialien und Güter (Flaschen, Deckel, Etiketten, Kisten, Palletten, Zucker, Konzentrat, Kohlensäure, Reinigungsmittel etc.), Transporte (Inland, Export, Rückführung Mehrweg), Flugreisen, das Pendeln der Mitarbeiter, Produktionsabfälle, Abwasser, und das Recycling sowie die Entsorgung verkaufter Produkte.

Wie bei den meisten produzierenden Unternehmen liegt der Schwerpunkt unserer Treibhausgasemissionen in den vor- und nachgelagerten Aktivitäten entlang unserer Lieferkette (Scope 3): ca. 90% unseres Ausstoßes entfällt auf diesen Bereich. Hier machen die Bereiche Verpackung - von der Beschaffung bis zum Recycling - und der Transport - bis in den Handel deutschlandweit und auch international sowie die Rückführung unserer Mehrwegflaschen - einen Großteil aus. Die Herausforderung in diesem Bereich ist, dass wir diese Emissionen nur bedingt kontrollieren können. Wir stellen uns dieser Herausforderung, denn uns ist es wichtig, unseren CO2-Fußabdruck entlang der gesamten Wertschöpfungskette in unsere Klimastrategie mit einzubeziehen.

Die restlichen 10% unserer Emissionen entstehen bei uns am Standort (Scope 1 und 2). Hier geht es um die Brennstoffe wie Erdgas, Heizöl und Diesel, die bei uns in Produktion und Logistik eingesetzt werden. Außerdem wird der genutzte Strom in der Verwaltung und Produktion einbezogen. Wir setzen seit 2017 zu 100% zertifizierten Ökostrom ein, der aus erneuerbaren Energien gewonnen wird. Auch wenn diese Bereiche nur relativ geringen Anteil an unserem Gesamtfußabdruck haben, sind sie dennoch sehr entscheidend für unsere Klimastrategie: Auf diese Bereiche haben wir direkten Einfluss und können aus eigener Anstrengung Veränderungen und Reduktionen erwirken. Wir stellen uns einer sehr anspruchsvollen Aufgabe, die uns lange Zeit begleiten wird.

Am Standort (Scope 1 und 2): Reduktion der Emissionen bis 2030 um 59% im Vergleich zum Basisjahr 2016. Hiermit leisten wir in Anlehnung an die internationale Klimapolitik einen aktiven Beitrag zur Begrenzung der globalen Erwärmung auf 1,5 Grad Celsius.

Vor- und nachgelagerte Aktivitäten entlang der gesamten Wertschöpfungskette (Scope 3):

2020 will Gerolsteiner im Austausch mit den relevanten Partnern (Schwerpunkt Lieferanten) ein Ziel definieren, um perspektivisch über Kooperationen Einsparpotentiale über die gesamte Wertschöpfungskette generieren zu können.

Entlang der gesamten Wertschöpfungskette (Scope 1, 2 und 3): Gerolsteiner wird 2020 entlang der gesamten Wertschöpfungskette klimaneutral. Das bedeutet, wir werden von der Abfüllung, über die Verpackung, bis hin zum Transport und der Rückführung der Mehrwegflaschen klimaneutral. Das erreichen wir über Kompensationen (Scope 1, 2 und 3) mit international zertifizierten Klimaschutzprojekten in Indonesien und Brasilien.

Auf Basis der Klimabilanz hat Gerolsteiner die wesentlichen Handlungsfelder zur CO2-Reduktion im Hinblick auf ihre Reduktionspotenziale und Relevanz für die Stakeholder betrachtet. Folgende Bereiche wurden ausgemacht: Brennstoffe, Strom, eingekaufte Güter und Transporte.

Im nächsten Schritt geht es nun darum, Teilziele festzulegen und Maßnahmen zu entwickeln, wie wir in diesen Handlungsfeldern Emissionen einsparen können. Hier einige Beispiele: Umstellung auf E-Stapler, Hybrid-/Elektroantrieb bei Dienstwagen, Temperaturabsenkung in der Flaschenreinigung, Erhöhung des rPET-Anteils, Reduktion bei der Umreifungsfolie und Ausweitung der Bahnverladung.

Der Begriff klimaneutral bedeutet, dass durch das Produkt oder die Dienstleistung die Menge an klimaschädlichen Gasen in der Atmosphäre nicht erhöht wird. Das Klima wird weder positiv noch negativ beeinflusst. Es geht darum, die CO2-Emissionen durch Vermeidung und Reduktion so gering wie möglich zu halten. Nicht vermeidbare Emissionen werden dann an anderer Stelle gemeinsam mit Zertifizierungspartnern in Kompensationsprojekten wie Aufforstung oder Erneuerbare Energien ausgeglichen.

An erster Stelle steht für Gerolsteiner die Reduktion von CO2-Emissionen. Es wird uns aber nicht vollständig gelingen, alle Emissionen zu vermeiden. Daher werden wir sie mithilfe von internationalen zertifizierten Klimaschutzprojekten ausgleichen. Wir haben uns hier für Waldschutzprojekte entschieden: Sie leisten einen Beitrag zum Klimaschutz, indem sie die Speicher- und Filterfunktion der Wälder zu erhalten und verhindern die Freisetzung von gebundenem CO2 in die Atmosphäre. Unabhängige Organisationen kontrollieren die genaue Höhe der Einsparungen. Diese Einsparungen werden in Form von zertifizierten Emissionsminderungen verkauft, um das Projekt zu finanzieren.

Klimaschutz ist ein globales Anliegen, daher engagieren wir uns mit Waldschutz dort, wo die stärksten Auswirkungen des Klimawandels zu spüren sind. Mit unsrem Partner First Climate unterstützen wir Projekte in Brasilien und Indonesien.

Als regional verankertes Unternehmen weiten wir darüber hinaus unser Engagement für regionale klimastabile Wälder im Rahmen des Projektes Gerolsteiner Zukunftswald aus.

Gerolsteiner hat sich für die Unterstützung von zwei Waldschutzprojekten in Indonesien und Brasilien entschieden.

Brasilien: Waldschutz in Para - Lokale Initiativen gegen die illegale Abholzung.

Das von Gerolsteiner unterstützte Projekt hilft Dorfgemeinschaften in der Projektregion Para in Brasilien dabei, ihre umliegenden Wälder vor dem Zugriff neuer Siedler zu schützen und damit vor der Abholzung zu bewahren. Konkret geht es um den Schutz, einer rund 180.000 Hektar großen Waldfläche. Die Dorfbewohner werden im Rahmen des Projektes speziell trainiert, um neue Siedler von den Vorteilen einer nachhaltigen Waldnutzung zu überzeugen und sie zur Mitarbeit beim Waldschutz zu bewegen. Durch verschiedene Teilprojekte werden für die Menschen vor Ort alternative Erwerbsmöglichkeiten geschaffen. Ein genaues Monitoringsystem ermöglicht außerdem die Erfolgskontrolle der Schutzmaßnahmen.

Das Projekt trägt dazu bei, den Regenwald Amazoniens als einer der artenreichsten Lebensräume der Erde, zu schützen. Gerodete Flächen können sich nur über Jahrzehnte oder sogar Jahrhunderte erholen, oft kann der ursprüngliche Zustand gar nicht mehr erreicht werden. Maßnahmen, die die Abholzung natürlicher Wälder verhindern, sind deshalb ein Beitrag zum Klimaschutz. Sie tragen dazu bei, die Speicher- und Filterfunktion der Wälder zu erhalten und verhindern die Freisetzung von gebundenem CO2 in die Atmosphäre.

Indonesien: Vermiedene Abholzung im Rimba Raya Reserve

Das Projekt schützt eine Fläche von rund 64.000 Hektar tropischem Sumpfwald, der ursprünglich für die Konversion zu einer Palmöl-Plantage vorgesehen war. Besonders im Fokus steht dabei auch der Schutz bedrohter Tierarten - u.a. des vom Aussterben bedrohten Borneo-Urang-Utans, dessen Population im vergangenen Jahrhundert um rund 95% zurückgegangen ist.

Im Rahmen des Projekts werden Landnutzungsrechte für an das Rimba-Raya-Schutzgebiet angrenzende Parzellen erworben, und die Gebiete unter Schutz gestellt. Sie erfüllen damit eine wichtige Pufferfunktion für das Kern-Schutzgebiet. Ziel des Projektes ist es zu beweisen, dass die Schutzmaßnahmen ökonomisch sinnvoll, sozialverträglich und nützlich für den Klima- und Umweltschutz sind. Es werden dafür finanzielle Mittel für den Gebietsschutz und die Entwicklungsförderung der örtlichen Dorfgemeinschaften investiert und Maßnahmen zur Stärkung der Verwaltungsstrukturen ergriffen. Kombiniert werden die Waldschutzmaßnahmen mit einem Plan zur gezielten Wiederaufforstung entwaldeter Gebiete sowie mit Maßnahmen zur Wiedervernässung trockengelegter Bereiche des Sumpfgebietes.

Beide Projekte erfüllen folgende hohe und international anerkannte Standards:

  • Verified Carbon Standard (VCS): Das ist ein globaler Standard zur Validierung und Verifizierung von freiwilligen Emissionsminderungen. Emissionsminderungen aus Projekten, die gemäß VCS validiert und verifiziert werden, müssen real, messbar, permanent, zusätzlich, von unabhängigen Dritten geprüft, einzigartig, transparent und konservativ berechnet sein.
  • Climate, Community and Biodiversity Standard (CCB): Dieser Standard bewertet, validiert und verifiziert Forstprojekte, wel­che gleichzeitig Problemlösungen für den Klimawandel anbieten, örtliche Gemein­den unterstützen und sich für die Bewahrung der Tier- und Pflanzenwelt einsetzen.

Das Brasilien-Projekt wurde zuletzt 2017 nach VCS und 2019 nach CCBS verifiziert. Das Indonesien-Projekt wurde zuletzt 2017 nach VCS und CCBS verifiziert.

Wir haben uns für die freiwillige CO2-Kompensation durch die Umsetzung von Klimaschutzprojekten für eine Zusammenarbeit mit First Climate entschieden. Mit rund 20 Jahren Erfahrung und über 500 Kunden in den unterschiedlichsten Branchen gehört First Climate zu den führenden Anbietern von Lösungen für Klimaschutz. Das Unternehmen ist sowohl im verpflichtenden als auch im freiwilligen Kompensationsmarkt tätig und berät u.a. die deutsche Bundesregierung. First Climate bietet außerdem ein breites und glaubwürdiges Projektportfolio. Wir glauben mit ihnen einen kompetenten und vertrauensvollen Partner zur Erreichung unserer Klimaschutzziele an unserer Seite zu haben.

Dem Prinzip der Klimaneutralität liegt der Ansatz einer weltweiten Klimabilanz zu Grunde: Treibhausgase haben eine globale Schädigungswirkung. Für den Klimaschutz ist es daher irrelevant, wo Emissionen entstehen bzw. wo sie vermieden werden. Hieraus ergibt sich die Möglichkeit, unvermeidbare Emissionen durch zusätzliche Klimaschutzmaßnahmen an einem anderen Ort der Welt auszugleichen.

Das Verfahren der freiwilligen CO2-Kompensation basiert auf dem sogenannten Clean Development Mechanism (CDM) des Kyoto-Protokolls und wird in vielen Wirtschaftsbereichen seit Langem für die freiwillige Kompensation von CO2-Emissionen genutzt. Projekte, die für die CO2-Kompensation in Frage kommen, werden nach international anerkannten Standards zertifiziert und die erzielten Emissionseinsparungen durch unabhängige Prüfinstitute wie den TÜV bestätigt. Entsprechend anerkannte Projekte können für jede von ihnen nachweislich eingesparte Tonne CO2 einen Emissionsminderungsnachweis ausgeben, der dann von Unternehmen erworben und für die Kompensation eigener CO2-Emissionen genutzt werden kann.

Eine Kompensation unserer CO2-Emissionen ist in Deutschland nicht möglich, da praktisch alle in Frage kommenden Projekte in Deutschland im Rahmen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes gefördert werden. Eine Doppelförderung ist nach den für die freiwillige Klimakompensation geltenden Maßstäben aber ausgeschlossen. Deshalb existieren hier praktisch keine ausreichend effizienten Projekte, die für die Klimakompensation genutzt werden könnten.

Klimaschutz ist ein globales Anliegen, daher engagieren wir uns mit Waldschutz dort, wo die stärksten Auswirkungen des Klimawandels zu spüren sind, in unserem Fall konkret in Brasilien und Indonesien. Durch die Investition in Klimaschutzprojekte in schwach entwickelten Ländern kann ein wesentlich größerer Umweltnutzen für die gleiche Summe erzeugt werden. Deshalb ist es sinnvoll, dort zu investieren.

Als regional verankertes Unternehmen weiten wir darüber hinaus unser Engagement für klimastabile Wälder in der Eifel im Rahmen des Projektes Gerolsteiner Zukunftswald aus. Außerdem unterstützen wir in vielseitigen Kooperationen Natur- und Nationalparks in unserer Region.

Wir unterstützen die Allianz für Entwicklung und Klima