Klimaschutz mit Stern: Wir bekennen uns zum 1,5-Grad-Ziel

Nachhaltigkeit liegt in unserer DNA, denn wir vertreiben ein Naturprodukt, das auf eine intakte Umwelt angewiesen ist. Für uns ist Umwelt- und Klimaschutz gleich Produktschutz.

Wir arbeiten schon lange konsequent und hart daran, Emissionen zu vermeiden und zu reduzieren, um unseren CO2-Fußabdruck so gering wie möglich zu halten - Schritt für Schritt im gesamten Unternehmen und gemeinsam mit unseren Partnern. Für die Zukunft setzen wir uns noch ambitioniertere Klimaschutzziele:

Bis 2030 setzen wir uns das Ziel, unseren CO2-Fußabdruck am Standort (Scope 1 und 2) im Vergleich zu 2016 um 59% zu senken. Damit leisten wir unseren Beitrag zu dem in der internationalen Klimapolitik am höchsten gesetzten Ziel, die globale Erwärmung auf 1,5 Grad Celsius zu begrenzen. Wir suchen außerdem den gezielten Austausch mit unseren Lieferanten und Partnern entlang der gesamten Lieferkette, um zusammen Möglichkeiten auszuschöpfen, unseren gemeinsamen CO2-Fußabdruck (Scope 3) so gering wie möglich zu halten.

2020 werden wir entlang der gesamten Wertschöpfungskette klimaneutral. Das bedeutet, wir werden von der Abfüllung, über die Verpackung, bis hin zum Transport und der Rückführung der Mehrwegflaschen klimaneutral. Das erreichen wir über Ausgleich (Scope 1, 2 und 3) mit internationalen zertifizierten Klimaschutzprojekten. Klimaschutz ist ein globales Anliegen, daher engagieren wir uns u.a. mit Aufforstungen dort, wo die stärksten Auswirkungen des Klimawandels zu spüren sind. Als regional verankertes Unternehmen weiten wir darüber hinaus unser Engagement für regionale klimastabile Wälder im Rahmen des Projektes Gerolsteiner Zukunftswald aus.

Unser Weg zur Klimastrategie

Klimachutz

Wer sich aktiv für Klimaschutz einsetzen möchte, der muss wissen, wie viel Treibhausgase er ausstößt. Deshalb war der erste Schritt im Rahmen unserer Klimaschutzstrategie die Erstellung einer Unternehmensklimabilanz. Gemeinsam mit dem renommierten Institut für Energie- und Umweltforschung (ifeu) Heidelberg haben wir unsere Klimabilanz für die Jahre 2017 und 2018 erstellt. Aktuell erheben wir die Daten für 2019. Dabei werden alle Emissionen entlang unserer Wertschöpfungskette berücksichtigt.

Die Erarbeitung unserer Klimastrategie hat uns als Unternehmen und vor allem das Gerolsteiner Nachhaltigkeitsteam das ganze letzte Jahr begleitet. Nach Aufstellung der Klimabilanz, hat sich das Team in mehreren Workshops getroffen, um gemeinsam mit Beratern und Experten die Gerolsteiner Klimaziele zu erarbeiten.

Auf Basis der Klimabilanz wurden die wesentlichen Handlungsfelder für Reduktionsmaßnahmen ermittelt, um unser Ziel bis 2030 zu erreichen, unseren Beitrag zum 1,5-Grad-Ziel zu leisten. Wir werden uns in diesem Jahr konkrete Einzelziele und Maßnahmen für diese Handlungsfelder setzen. Dabei beziehen wir auch unsere Partner und Lieferanten ein, da Klimaschutz entlang der gesamten Wertschöpfungskette nur gemeinsam gelingen kann.

Zur Ausschöpfung aller Reduktionspotenziale ist es ein langer und anspruchsvoller Weg. Als produzierendes Unternehmen wird es Gerolsteiner auch nicht gelingen, gar keine Emissionen mehr zu verursachen. Da wir aber schon jetzt Vorreiter für Klimaschutz sein und damit Impulse in unserer Branche setzen möchten, hat Gerolsteiner entschieden, 2020 entlang der gesamten Wertschöpfungskette klimaneutral zu werden. Emissionen, die wir selbst nicht vermeiden können, werden wir u.a. durch Baumpflanzungen und Aufforstungsprojekte, die nach höchsten Standards zertifiziert sind, ausgleichen.

Gerolsteiner Klimaschutz: Fragen und Antworten

Bereits im Rahmen des Kyoto-Protokolls wurden 2005 erstmals verbindliche Zielwerte für den Ausstoß von Treibhausgasen in den Industrieländern festgelegt, welche die hauptsächliche Ursache der globalen Erwärmung sind.

2015 wurde diese Vereinbarung vom sogenannten Paris-Abkommen abgelöst. Dieses Abkommen verpflichtet gleichermaßen die Industrie-, Entwicklungs- und Schwellenländer zum Kampf gegen die Erderwärmung. Es beinhaltet die Verpflichtung, die durchschnittliche globale Erderwärmung bis zum Ende des Jahrhunderts gegenüber der vorindustriellen Zeit auf deutlich unter 2°C zu begrenzen.

In Anlehnung an diese Verpflichtung hat sich die sogenannte Science Based Targets-Initiative gegründet. Die Science Based Targets (SBTs) sind Reduktionsziele, die auf wissenschaftlicher Basis berechnet werden. An der Initiative teilnehmende Unternehmen sollen sich ein ehrgeiziges Ziel zur Einsparung ihrer verursachten Treibhausgase setzen, das im Einklang mit dem 2°C-Ziel (wenn möglich 1,5°C) des Pariser Klimaabkommens steht.

Basis der Klimastrategie eines Unternehmens ist die Ermittlung der Unternehmensklimabilanz: Mit einem unabhängigen Anbieter wird errechnet, welche CO2-Emissionen ein Unternehmen jährlich ausstößt. Den Standard zur Berechnung legt dabei das sogenannte Greenhouse-Gas-Protocol fest. Es werden verschiedene Bereiche erfasst:

  • Scope 1: umfasst alle direkten Emissionen am Standort (eigene Verbrennung von Brennstoffen sowie für Fuhrpark). Darunter fallen Erdgas, Benzin, Diesel, LPG, Flüssiggas Autogas und auch die Kohlensäure in unseren Produkten. Beispiele bei Gerolsteiner sind hier die Betankung (PKW, LKW, Stapler) und gasbetriebene Anlagenteile.
  • Scope 2: beinhaltet indirekte Emissionen am Standort. Darunter fällt der eingekaufte Strom. Bei Gerolsteiner entstehen hier Emissionen z.B. durch Strom betriebene Anlagenteile (z. B. Schrumpftunnel) und durch die Beleuchtung.
  • Scope 3: umfasst Emissionen der vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette. Darunter fallen bei uns eingekaufte Materialien und Güter (Flaschen, Deckel, Etiketten, Kisten, Palletten, Zucker, Konzentrat, Kohlensäure, Reinigungsmittel etc.), Transporte (Inland, Export, Rückführung Mehrweg), Flugreisen, das Pendeln der Mitarbeiter, Produktionsabfälle, Abwasser, und das Recycling sowie die Entsorgung verkaufter Produkte.

Wie bei den meisten produzierenden Unternehmen liegt der Schwerpunkt unserer Treibhausgasemissionen in den vor- und nachgelagerten Aktivitäten entlang unserer Lieferkette (Scope 3): ca. 90% unseres Ausstoßes entfällt auf diesen Bereich. Hier machen die Bereiche Verpackung - von der Beschaffung bis zum Recycling - und der Transport - bis in den Handel deutschlandweit und auch international sowie die Rückführung unserer Mehrwegflaschen - einen Großteil aus. Die Herausforderung in diesem Bereich ist, dass wir diese Emissionen nur bedingt kontrollieren können. Wir stellen uns dieser Herausforderung, denn uns ist es wichtig, unseren CO2-Fußabdruck entlang der gesamten Wertschöpfungskette in unsere Klimastrategie mit einzubeziehen.

Die restlichen 10% unserer Emissionen entstehen bei uns am Standort (Scope 1 und 2). Hier geht es um die Brennstoffe wie Erdgas, Heizöl und Diesel, die bei uns in Produktion und Logistik eingesetzt werden. Außerdem wird der genutzte Strom in der Verwaltung und Produktion einbezogen. Wir setzen seit 2017 zu 100% zertifizierten Ökostrom ein, der aus erneuerbaren Energien gewonnen wird. Auch wenn diese Bereiche nur relativ geringen Anteil an unserem Gesamtfußabdruck haben, sind sie dennoch sehr entscheidend für unsere Klimastrategie: Auf diese Bereiche haben wir direkten Einfluss und können aus eigener Anstrengung Veränderungen und Reduktionen erwirken. Wir stellen uns einer sehr anspruchsvollen Aufgabe, die uns lange Zeit begleiten wird.

Am Standort (Scope 1 und 2): Reduktion der Emissionen bis 2030 um 59% im Vergleich zum Basisjahr 2016. Hiermit leisten wir in Anlehnung an die internationale Klimapolitik einen aktiven Beitrag zur Begrenzung der globalen Erwärmung auf 1,5 Grad Celsius.

Vor- und nachgelagerte Aktivitäten entlang der gesamten Wertschöpfungskette (Scope 3): 2020 will Gerolsteiner im Austausch mit den relevanten Partnern (Schwerpunkt Lieferanten) ein Ziel definieren, um perspektivisch über Kooperationen Einsparpotentiale über die gesamte Wertschöpfungskette generieren zu können.

Entlang der gesamten Wertschöpfungskette (Scope 1, 2 und 3): Gerolsteiner wird 2020 entlang der gesamten Wertschöpfungskette klimaneutral. Das bedeutet, wir werden von der Abfüllung, über die Verpackung, bis hin zum Transport und der Rückführung der Mehrwegflaschen klimaneutral. Das erreichen wir über Kompensationen (Scope 1, 2 und 3) mit international zertifizierten Aufforstungsprojekten.

Auf Basis der Klimabilanz hat Gerolsteiner die wesentlichen Handlungsfelder zur CO2-Reduktion im Hinblick auf ihre Reduktionspotenziale und Relevanz für die Stakeholder betrachtet. Folgende Bereiche wurden ausgemacht: Brennstoffe, Strom, eingekaufte Güter und Transporte.

Im nächsten Schritt geht es nun darum, Teilziele festzulegen und Maßnahmen zu entwickeln, wie wir in diesen Handlungsfeldern Emissionen einsparen können. Hier einige Beispiele: Umstellung auf E-Stapler, Hybrid-/Elektroantrieb bei Dienstwagen, Temperaturabsenkung in der Flaschenreinigung, Erhöhung des rPET-Anteils, Reduktion bei der Umreifungsfolie und Ausweitung der Bahnverladung.

Klimaneutralität bedeutet, dass das Klima weder positiv noch negativ beeinflusst wird. Es geht darum, die CO2-Emissionen durch Vermeidung und Reduktion so gering wie möglich zu halten. Nicht vermeidbare Emissionen werden dann an anderer Stelle gemeinsam mit Zertifizierungspartnern in Kompensationsprojekten wie Aufforstung oder Erneuerbare Energien ausgeglichen.

Gerolsteiner Zukunftswald